Pass-Spaß Vogesen

Unsere Motorradreise durch die Vogesen bietet jede Menge Pass-Spaß: 20 Pässe, wunderschöne kurvenreiche Strecken durch Bilderbuch-Landschaften garniert mit Elsässischen Köstlichkeiten, erwarten uns auf dieser Motorradreise.

Preise

Preise
pro Fahrer im Einzelzimmer oder Doppelzimmer zur Einzelnutzung (je nach Verfügbarkeit): 549,00
pro Begleitperson im Doppelzimmer (nur gemeinsam mit dem Fahrer buchbar): 399,00

Leistungen

Leistungen
2/4 geführte Touren (optional geführte An- und Heimreise ab 53505 Kalenborn)
3 Übernachtungen inkl. Frühstück in täglich wechselnden Hotels
Erinnerungsfotos (digital nach der Tour)
Reisepreissicherungsschein
Nicht inklusive
Benzin
Getränke, Mahlzeiten außer den o.g. genannten Inklusivleistungen
Reise-Rücktrittskosten-Versicherung
Alles, was nicht unter Leistungen angegeben ist

Mehr Details

Mehr Details
Gesamtstrecke: ca. 485KM mit geführter Hin- und Rückreise 1090 km
Tagesetappen: ca. 200 – 300 km
Besonderheiten: Gruppenreise
Straßenzustand: alle asphaltiert
Motorräder: Chopper
Streckenführung: Kurvenreich
Fahrkönnen: Das Motorrad sollte auf kurvigen Strecken beherrscht werden
Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen
-
Die Anreise sowie Heimreise erfolgt selbst organisert.
Mobilität: Das Angebot ist nicht für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Für nähere Informationen kontaktiere uns bitte.

Anreise: Die Anreise erfolgt am Freitag entweder selbst organisiert in die Vogesen (auch mit Trailer möglich) oder gemeinsam geführt ab 53505 Kalenborn (bei Ahrweiler). Die Anreise nach Kalenborn kann auf Anfrage auch am Vortag erfolgen. Wir reservieren gerne hier in unserem Partnerhotel ein entsprechendes Zimmer.

Tourstart: Alle Tourteilnehmer treffen sich um 18 Uhr abends im ersten Tourhotel in den Vogesen und lernen sich bei einem gemeinsamen Abendessen kennen. Es folgen zwei unvergessliche Tage mit 20 Pässen, Panoramastraßen, grandiosen Ausblicken und den typischen elsässischen Spezialitäten. Am ersten Tag geht es über die Route des Crêtes von Norden nach Süden. Sie führt 77 Kilometer über den Kamm der Vogesen und wird deshalb auch „Vogesenkammstraße“ genannt. Durchschnittlich bewegen wir uns auf 1000 Höhenmeter und erklimmen eine Passhöhe nach der nächsten. Auch der zweite Tag hat einiges an Pässen zu bieten. Parallel zur Route des Crêtes vorbei an wunderschönen Seen, geht es kurvenreich wieder zurück nach Norden.

Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück, treten alle Tourteilnehmer am Montag die Heimreise an. Diese erfolgt entweder selbst organisiert oder für alle, die in den Köln-Bonner-Raum zurück möchten, gemeinsam durch uns geführt.

Detaillierte Tourbeschreibung der einzelnen Tourtage:

Anreise in die Vogesen (310 KM)

Zu unserer Anreise in die Vogesen treffen wir uns am Freitag um 9:30 Uhr in der Eifel (Kalenborn) und fahren von hier aus die ersten 70 Kilometer entlang der Ahr, vorbei am Nürburgring zur Lindenquelle bei Geroldstein. Die Lindenquelle entspringt in einem Quellpavillon in der Vulkaneifel. Dem Wasser wird eine besondere Heilwirkung nachgesagt und wer möchte kann während einer kurzen Pause davon kosten. Gestärkt mit dem Heilwasser geht es kurvenreich entlang der Kyll über Kyllburg und Kordel nach Trier. Hier überqueren wir die Mosel und tauchen langsam ins Saarland ein.

Hier liegt nach insgesamt 170 Kilometern unser erstes Etappenziel, der Losheimer Stausee. Dieser liegt idyllisch in reizvoller Mittelgebirgslage auf 330 Meter im Naturpark Saar- Hunsrück. Rund um den See hat sich ein wahres Freizeitzentrum etabliert sowie ein gastronomisches Angebot. Auf der Terrasse des Bauhauses mit Ausblick auf den See genießen wir unsere heutige Mittagspause.

Von hier aus geht es kurvenreicher weiter bis wir in Saarbrücken auf die Saar treffen, welcher wir bis zur Grenze folgen. Einige Kilometern folgen wir weiter der Saar bis wir allmählich in die Nord-Vogesen eintauchen.

Inmitten des Naturparks der Nordvogesen beenden wir unsere Anreise in die Vogesen. Hier erwartet uns unser Start-Hotel, wo wir die Tourteilnehmer, die eine eigene Anreise gewählt haben, treffen und gemeinsam zu Abend essen werden.

Route des Crêtes (245 Km)

Nach einem „petit dejeuner“ starten wir heute unsere Motorradreise durch die wunderschönen Vogesen. Es stehen gleich 15 Pässe auf dem Programm: Es geht unter anderem über die Route des Crêtes, die über den Kamm der Vogesen führt. Die 77 Kilometer lange Route wird auch „Vogesenkammstraße“ genannt und bietet an vielen Stellen eine grandiose Aussicht. Sie führt uns über den Grand Ballon, der mit 1424 Metern der höchste Punkt der Vogesen ist. Bei klarer Sicht hat man einen traumhaften Blick in die elsässische Rheinebene und den Schwarzwald. Gelegen ist er im gleichnamigen Naturpark Ballons des Vosges. Leider geht die Straße nicht bis ganz oben, so dass er zwar der höchste Berg ist, jedoch aber nicht der höchste asphaltierte anfahrbare Punkt. Dieser Titel gebührt dem La Hohneck mit 1139 Metern.

Col de la Charbonnière

Wir verlassen das Imsthal und nehmen die ersten beiden Pässe in Angriff. Die Höhenmeter steigen mit jedem Pass und schließlich erreichen wir den Champ du Feu auf 1099 Metern. Nur zwei Kilometer weiter liegt der Col de la Charbonnière. Hier liegt an einer Kreuzung eine Auberge, die sich für eine Pause anbietet und gerne von Motorradfahrern angesteuert wird. Die ersten 90 Kilometer liegen bereits hinter uns und es geht kurvenreich weiter über die nächsten zwei Pässe zum Col de Fouchy. Er bildet die Grenze zwischen der Region Bas-Rhin und Haut-Rhin. Mit 603 Höhenmetern gehört er zu den kleineren Pässen der Vogesen, besticht aber mit einer wunderschönen Strecke durch eine bilderbuchartige Landschaftsszenerie.

Col du Bonhomme

Nach zwei weiteren Pässen erreichen wir den Col du Bonhomme. Er stellt eine der wichtigsten Passstraßen der Vogesen dar, welche direkt am Kamm der Vogesen vorbeiführt und auf 949 Metern die Route des Crêtes kreuzt. Hier bietet ein Ecklokal typisch französische Baguettes als Mittagssnack an und auch wir halten hier, um eine kleine Stärkung zu uns zu nehmen.

Col de la Schlucht

Ab hier wird die Route des Crêtes zu einer absoluten Panoramastraße: Wir passieren den Col de Calvaire mit 1144 Metern und den Col de la Schlucht mit 1139 Metern, der schon oft Etappenteil der Tour de France war. Am Col de la Schlucht beginnt auch einer der eindrucksvollsten und gefährlichsten elsässischen Gebirgspfade, der Klettersteig Sentier des Roches.

Col de Grand Ballon

Auf ca. 1000 Metern Höhe geht es über den Col d´Hahnenbrunnen zum Col de Grand Ballon, dem mit 1424 Metern höchsten Berg der Vogesen. Er ist der ist der kälteste Ort des Elsass. Der Temperaturunterschied zur Rheinebene liegt im Durchschnitt bei 10 Grad. Im Winter ist die Route des Crêtes vom Col de la Schlucht zum Col de Grand Ballon gesperrt.

Die Passhöhe liegt auf 1325 Metern. Die letzten 99 Meter bis zum Gipfel können in ca. 15 Minuten zu Fuß zurückgelegt werden. Neben einer grandiosen Aussicht erhebt sich auf diesem das Denkmal der Blauen Teufel (frz. Diables bleus), welches an die Opfer der Gebirgsjäger-Bataillons im Ersten Weltkriegs erinnert. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde es 1960 neu errichtet. Ebenso sehenswert ist das 1997 errichtete Zivilluftfahrtradar, welches vom Künstler Claude Vasconi als architektonisches Werk konzipiert wurde.

Hartmannswillerkopf

Das letzte Stück der Route des Crêtes führt über den Col Amic zum Hartmannswillerkopf auf 957 Metern. Dieser war Schauplatz zahlreicher Offensiven im Ersten Weltkrieg und ein hart umkämpfter Posten. Zur Erinnerung an die Kämpfe wurde das nationale Denkmal „Hartmannswillerkopf 14-18“ errichtet. Es ist eines der vier nationalen Denkmäler des Ersten Weltkriegs. Die Gedenkstätten, die Anlagen, Bunker, Stollen und unterirdischen Schutzräume, die zur Unterbringung der Männer und der Munition eingerichtet wurden, sind die imposantesten im ganzen Vogesenmassiv. Aufgrund der zahlreichen Opfer während der Kämpfe nannte man den Hartmannswillerkopf auch „Männerfresser“ oder „Todesberg“.

Im 10 Kilometer entfernten Cernay endet die Route des Crêtes und auch wir nähern uns dem Ende unserer ersten Etappe.

Kurvenspaß Vogesen (265 Km)

6 weitere Pässe

Unser zweiter Tour-Tag in den Vogesen hält noch mal 6 weitere Pässe für uns bereit. Heute geht es kreuz und quer von den Süd-Vogesen zurück in die Nord-Vogesen.

Vallée de la Lauch

Wir starten im wunderschönen Vallée de la Lauch, das seine Bezeichnung vom gleichnamigen Fluss hat. Die Quelle der Lauch liegt auf über 1.200 Metern am Osthang der Vogesen an den Hängen des Markstein. Der Flusslauf der Lauch wird im weiteren Verlauf durch eine Staumauer zu dem 11 Hektar großen Lauchsee aufgestaut.

Für uns ein landschaftlicher Leckerbissen gleich zu Beginn unserer Tour, die uns kurze Zeit später auf den 1184 Meter hohen Markstein bringt. Hierbei handelt es sich zwar um einen Pass, jedoch sollte die Erwartungshaltung nicht zu groß sein, denn es ist lediglich eine große Kreuzung, über die die Route des Crêtes verläuft.

Col de Grosse Pierre

Wir kreuzen diese und werden anschließend mit einer wunderschönen Abfahrt zum Lac de Kruth-Wildenstein belohnt. Kaum im Tal angekommen geht es aber auch schon wieder hinauf über die nächsten zwei Pässe, den Col de Bramont auf 956 Metern, der die Grenze zwischen Lothringen und dem Elsass bildet. Die Passstraße hat auf der elsässischen Seite ein sehr kurvenreiches Profil mit vierzehn Haarnadelkurven. Der zweite ist der Col de Grosse Pierre auf 955 Metern. Oben auf der Passhöhe wurde früher Granit in kleinen Steinbrüchen abgebaut. Auch heute befindet sich noch unterhalb des Moutier des Fées an der Kreuzung Grosse Pierre ein Steinbruch, in dem der Granit Gris Bleu des Vosges hergestellt wird.

Roche du Diable

Wir lassen die beiden Pässe hinter uns und erreichen wenig später den Lac de Gérardmer. Er ist ein kalter klarer Gebirgssee auf der westlichen Seite der Vogesen. Er ist der größte natürliche See in den Vogesen und in Lothringen. Nur wenige Kilometer weiter erwartet uns der Roche du Diable auf der Strecke zum Col de La Schlucht. Der Roche du Diable – auch Teufelsfelsen genannt – ist ein markanter Fels in den Hochvogesen. Hier gibt es einen View-Point, von dem man eine tolle Aussicht auf den Lac de Retournemer und den Lac de Gérardmer hat.

Col de la Schlucht

Den Col de la Schlucht, den wir bereits am Vortag von Norden nach Süden überquert haben, nehmen wir heute von Westen nach Osten. Allerdings legen wir heute hier eine kleine Pause zur Stärkung ein. Die gut ausgebaute Passstraße hat neben schönen Kurven auch landschaftlich einiges zu bieten. Nach dem schönsten Abschnitt verlassen wir diese allerdings und biegen zum Col du Wettstein ab. Der Col du Wettstein liegt auf 882 Metern in der Nähe des Lingekopf, der neben dem Hartmannswillerkopf Schauplatz der verlustreichsten Stellungskämpfe der Vogesen im 1. Weltkrieg war. Auch hier oben sieht man ein Feld von Kreuzen, dass an die gefallenen französischen und deutschen Soldaten erinnert.

Col de la Charbonière

Von hier aus geht es über den Col de Féland runter ins Tal, wo wir ein paar Kilometer der Nationalstraße folgen bevor wir wieder auf die kleinen kurvenreichen Vogesenstraßen abbiegen. Erneut kreuzen wir den Col de la Charbonière, diesmal von Süd nach Nord, währenddessen wir gestern von Osten nach Westen gefahren sind. Auch für eine kleine Kaffeepause und den leckeren Kuchen ist noch Zeit bevor wir uns der letzten Etappe des heutigen Tages widmen.

Col du Donon

Diese führt uns über den Col du Donon. Er ist ein ruhiger und einsamer Pass in den Nordvogesen inmitten traumhafter Natur. Der Pass hat sechs Auffahrten. Alle folgen schmalen Bachläufen, darunter auch das Quellwasser der Saar. Am Donon entspringen nämlich die beiden Quellflüsse: die Rote Saar und die Weiße Saar. Nur eine der Passstraße fällt aus dem Raster und stellt eine wichtige Straßenverbindung. Das Passschild befindet sich auf 727 Höhe und steht unspektakulär am Straßenrand. Bei diesem Pass ist eindeutig der Weg das Ziel.

Er führt uns über Abreschviller, welches durch seine alte Dampfeisenbahn bekannt ist, nach Saarebourg, wo wir für ein paar Kilometer die Schnellstraße nehmen, die uns zurück ins Imsthal bringt, wo wir die heutige Etappe beenden.

Pfälzerwald und Rheintal (315 KM)

Unsere Heimreise hält sogar noch einen weiteren Pass bereits, allerdings ist dieser mit 432 Metern nicht wirklich nennenswert. Es ist der Col du Pigeonnier. Die Pigeonnier-Passstraße wurde von 1750 bis 1752 aus militärischen und strategischen Gründen von der französischen königlichen Armee gebaut. Uns bringt sie heute lediglich zur Grenze und zum Deutschen Weintor.

Von hier aus fahren wir durch die wunderschöne Weinlandschaft des Deutschen Weintores und tauchen immer tiefer in den Pfälzerwald ein. Kurvenreich geht durch diesen bis ins romantische Mittelrheintal mit seinen Burgen und Schlössern, die zwischen Weinbergen hoch über den Rhein thronen. Der Mittelrhein ist ein 130 Kilometer langer Flussabschnitt des Rheins zwischen der Bingen und Bonn. Er gehört mit zu den bedeutendsten Kulturlandschaften Deutschlands und schlängelt sich durch das Rheinische Schiefergebirge. Daher ist er auch einer der wichtigsten Verkehrswege zwischen Nord- und Süddeutschland. Charakteristisch sind vor allem die Weinberge sowie zahlreiche Burgen. Romantisch schön und pittoresk präsentieren sich ebenfalls die verwinkelten, alten Dörfer an der Uferstraße. Kultureller Reichtum und natürliche Schönheit haben das Mittelrheintal seit dem 19. Jahrhundert zum Touristenziel und zum Inbegriff der Rheinromantik gemacht. 2002 wurde die Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal zum UNESCO-Welterbe erklärt.

Wir gelangen in Bingen in das Mittelrheintal, wechseln in Kaub die Uferseite und folgen nach einer kleinen Pause dem Flußlauf bis Königswinter. Hier verabschieden wir uns mit vielen tollen Eindrücken von den Tourteilnehmern, die bis hierhin noch mitgefahren sind und jeder nimmt nun die letzten Kilometer der individuellen Heimreise selbst in Angriff.