Frankreich – 7 Naturparks entdecken

Unsere abwechslungsreiche Motorradreise Frankreich führt durch die Region Languedoc und seine malerischen Naturparks. Der wohl bekannteste ist der Parc Naturel Régional des Monts d´Ardèche. Weitere sind Pilat, Petite Camargue, Haute Languedoc, Grands Causses und die Cévennen.

Preise

Preise
pro Fahrer(in) im Einzelzimmer oder Doppelzimmer zur Einzelnutzung (je nach Verfügbarkeit): €1.549,00
pro Fahrer/Sozius im Doppelzimmer (nur zusammen mit einem eigenen Doppelzimmer-Partner buchbar): €849,00

Leistungen

Leistungen
7 geführte Touren mit Roadcaptain und Reiseleiterin
8 Übernachtungen inkl. Frühstück in täglich wechselnden Hotels
Eintrittsgelder (Pont du Gard und Les 9 Ecluse Fonserannes)
Erinnerungsfotos (digital nach der Tour)
Reisepreissicherungsschein
Nicht inklusive
Benzin
Getränke, Mahlzeiten außer den o.g. genannten Inklusivleistungen
Reise-Rücktrittskosten-Versicherung
Alles, was nicht unter Leistungen angegeben ist

Mehr Details

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Tour-Start und -Ende: Lyon Süd, FR
Gesamtstrecke: ca. 1475 Km
Tagesetappen: ca. 200 Km
Besonderheiten: Gruppenreise
Straßenzustand: alle asphaltiert
Motorräder: Chopper
Streckenführung: sehr Kurvenreich, wenig Spitzkehren
Fahrkönnen: Das Motorrad muss auf kurvigen Strecken beherrscht werden
Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen
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Die Anreise sowie Heimreise erfolgt selbst organisert.
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Mobilität: Das Angebot ist nicht für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Für nähere Informationen kontaktiere uns bitte.

Diese Tour ist in vielerlei Hinsicht speziell auf die Bedürfnisse von Harley- und Cruiser-Fahrern abgestimmt, vor allem in Bezug auf Tempo und Länge der Etappen.

Tourbeschreibung

Das Languedoc ist eine historische französische Provinz im mittleren Teil Südfrankreichs zwischen der Provence und der Gascogne. Der größte Teil gehört heute zur Region Okzitanien. So Vielfältig wie die Natur in dieser Region, ist auch die Vielfalt der kulinarischen Spezialitäten des Languedoc. Die macht diese Motorradreise in jeglicher Hinsicht zu einer wahren Genussreise und ganz nebenbei gilt die Region außerdem noch als eine der aufregendsten Weinregionen Frankreich.

Von der Ardèche bis in die Camargue

Unser Motorradtour beginnt in Lyon(Süd) und führt durch den Naturpark Pilat in die Ardèche. Mehr als einhundert Millionen Jahre hat es gedauert bis das Wasser der Ardèche hier einen tiefen Canyon gegraben hat. Ebenso beeindruckend ist der Pont du Gard. Das berühmte römische Aquädukt, welches unzählige Postkarten ziert. Ganz anders präsentiert sich die Camargue: Rosa Flamingos, violettes Wasser, weiße Wildpferde und schwarze Stiere. Hier bedient sich die Natur einer ganz anderen Farbpalette um der flachen Ebene im Rhone Delta einen Anstrich zu geben. Farbenfroh, quirlig und bunt präsentiert sich die Universitätsstadt Montpellier. Es ist eine der größten Städte an der französischen Mittelmeerküste und gehört zu den lebenswertesten Städten Frankreichs.

Durch die Cevennen

Wesentlich ruhiger geht es am malerischen Canal du Midi zu. Der Kanal des Südens verläuft vom Mittelmeer zum Atlantik und ist wohl der berühmteste Kanal der Welt. Zwischen Atlantik- und Mittelmeerklima liegt der regionale Naturpark des Haut Languedoc. Seen, Schluchten, Täler, Gipfel und malerische Dörfer verleihen der Region ihren Charakter. Fast nahtlos schließ sich der Parc naturel régional des Grands Causses an, der mit seiner Vielfältigkeit und Schönheit der Landschaften überwältigt. Er reicht vom Hochland mit endlosen Weiten bis hin zum Felsenchaos des Larzac, von der spektakulären Tarnschlucht bis zum Tal des Lot, in dem einige de schönsten Dörfer Frankreichs liegen. Es ist ein wahrhaftiges Landschaftsmosaik, das fließend in die Cevennen übergeht. Unberührten und geschützten Landschaften werden von Gebirgsläufen, Flüssen und Bächen durchzogen.Und zu guter letzt schließt sich das Vallée du Rhône mit seinen Weinreben und den vielen Obstbäumen an.

Diese abwechlunsreiche Reise stellt eine Mixtur dar, die seines Gleichen sucht. 7 Naturparks sorgen für landschaftliche Abwechslung während in Bilderbuchorten kulinarische Köstlichkeiten locken.

Unsere Motorradreise Frankreich im Detail:

Naturpark Pilat (220 Km)

Den Auftakt unserer Motorradreise macht der „Parc naturel régional du Pilat“ Er ist ein Mittelgebirge, dessen Höhe zwischen 140 Metern und 1432 Metern liegt. Der Naturpark „Pilat“ vereint eine unverwechselbare Einheit aus Ruhe, Natur und lokaler Dynamik. Er ist ein kontrastreicher Landstrich und vereinigt in einem ländlichen Gebiet mit einer Fläche von etwa 700 km² ein Kultur- und Naturerbe, das besonders vielfältig und breit gefächert ist. Außerdem bietet er uns die Möglichkeit gleich zum Auftakt 7 Pässe mitzunehmen und das auf den ersten 77 Kilometern.

Naturparl Pilat

Nach nur 15 Kilometern erreichen wir den Col de Chassenoud, der mit 557 Metern nicht wirklich erwähnenswert ist, allerdings eine schöne 360 Grad-Aussicht in die Ebenen bietet. Die Weiterfahrt zum Col de Grenouze auf 624 Metern führt durch eine idyllische und harmonische Natur und beschert wunderbare Ausblicke. Nicht anspruchsvoll, aber ein idealer Auftakt unserer Motorradreise. Der dritte Pass am heutigen Vormittag ist der Col de Pavezin auf 652 Metern.

Von hier aus fahren wir eine aussichtsreiche Strecke mit weiteren herrlichem Panoramablick über das Rhônetal. Mit dem nächsten Pass knacken wir nun endlich die 1000 Höhenmetern. Es ist der Col de l’Œillon auf 1233 Metern, der eine Einheit mit dem Col du Gratteau bildet. Dieser liegt ein Kilometer unterhalb des Col de l’Œillon auf 1204 Metern und überzeugt trotz weniger Höhenmetern mit einem Aussichtparkplatz, von dem man bei klarer Sicht bis zum Mont Blanc Gebirgsmassiv sehen kann.

Nach diesem Highlight fahren wir weiter Richtung Süden und erreichen den südlichsten der kleinen Pässe über dem Höhenrücken, den Col du Banchet mit 590 Metern.Die Abfahrt fällt in einer steilen Felswand hinunter und hat mit der Felspassage und einigen Serpentinen schon ein wenig Passcharakter. Dazu bietet er eine herrliche Aussicht auf die Chartreuseberge. Langsam wird die Straße wieder breiter und wir steuern den letzten Pass im Naturpark „Pilat“ an bevor wir in die Ardèche eintauchen. Der Tracol-Pass ist ein Pass, der die Loire von der Haute-Loire trennt. Er liegt auf 1023 Metern an der alten Nationalstraße 503 und ist Teil der Via Gebennensis, die sich in Genf an den Schweizer Jakobsweg anschließt.

Arèche

Von hieraus folgen wir dem Fluss Dunières. Er verläuft im Grenzverlauf des Regionalen Naturparks „Monts d’Ardèche“. Nach ca. 20 weiteren Kilometern verlassen wir den Naturpark „Pilat“ und tauchen bei Saint-Bonnet-le-Froid in die Ardèche ein.

Hier erwarten uns 32 Kilometer spektakuläre Schluchten, die das Wasser des berühmten Flusses der Ardèche in mehr als einhundert Millionen Jahren zu diesem tiefen Canyon formte. Das Ergebnis ist ganz einfach atemberaubend, aber dazu mehr am zweiten Tag unserer Motorradreise. Heute folgen wir zunächst dem Fluss L´Eysse bis zum Lac de Saint Martial, ein kleiner See auf 850 Metern Höhe im Herzen der Ardèche und nehmen von dort die Auffahrt zum Col du Gerbier de Jonc auf 1417 Metern in Angriff. Auf der Passhöhe finden sich einige kleine Holzbuden, aus denen allerhand Leckereien verkauft werden sowie ein Gastronomiebetrieb mit angeschlossenem Shop. Hier machen wir eine längere Pause und versorgen uns gleichzeitig mit etwas Reiseproviant.

Den Col Du Pranlet auf 1363 Metern nehmen wir auf der Durchfahrt mit. Er beschenkt uns mit einer wunderbaren Aussicht.

Bevor wir unsere heutige Unterkunft erreichen, halten wir noch ein letztes Mal am Aussichtspunkt der Cascade du Ray Pic. Der bekannte Wasserfall der Ardèche stürzt aus einer Höhe von 50 Metern in ein glasklares Wasserbecken. Dieser natürliche Wasserfall wurde als vulkanisches Naturgebiet klassifiziert. Vor mehreren tausenden von Jahren war der Vulkan Ray Pic noch aktiv und spuckte Lavaströme aus, die zu den längsten in Europa zählten.

Von hier aus folgen wir dem Fluss le Bourges und erreichen nach ca. 20 Kilometern unsere heutige Unterkunft. Ein toller erster Tourtag geht damit zu Ende.

Naturpark Ardèche (210 Km)

Pont d’Arc

Am zweiten Tag unserer Motorradreise erwartet uns der schönste Teil des Naturparks Ardèche. Entlang der Ardèche geht es über Pont de Lebeaume und Saint-Maurice D´Ardèche nach Vallon-Pont-d´Arc. Der Ort wurde durch seine weltweit einzigartige, natürliche Steinbrücke, dem Pont d’Arc, berühmt. Vor den Toren der Ardèche-Schlucht bildet diese natürliche Brücke einen Bogen von 60 Metern Höhe und überspannt das klare Wasser der Ardéche.

Ardècheschlucht

Ab Vallon-Pont-d´Arc folgen wir der D290, eine 1968 angelegte Panoramastraße. Sie bietet wunderschöne imposante Ausblicke auf das türkisfarbene ArdécheWasser der rund 40 Kilometer langen Schlucht. Im Bereich von Chames steigt die Straße 250 Meter in die Höhe und führt fortan weiter oberhalb der Ardècheschlucht. Blicke in die Schlucht ergeben sich von über einem Dutzend Aussichtpunkten. So zum Beispiel hat man eine wunderschöne Aussicht vom Col de Serre-de-Tour in die Schlucht und in die Flussschleife Cirque de Gaud. Ebenso beeindruckend ist die Aussicht vom Balcon des Templiers auf die Omega-Schleife des Cirque de la Madeleine.

Les Cascades du Sautadet

An der Grotte de Saint Marcel essen wir eine Kleinigkeit zu Mittag und verlassen anschließend die Ardèche und fahren in das Tal der Cèze. Sie bildet das Bindeglied zwischen den Cevennen, dem Rhônetal und der Ardèche und präsentiert von West nach Ost eine ungestüme und gleichzeitig sanfte Natur. Nicht weit entfernt liegt der geschützte Naturschauplatz Les Cascades du Sautadet. Ein weiteres Highlight an unserem heutigen Tourtag. Hier hat die Cèze tiefe Rinnen und Aushöhlungen gegraben, die mit der Zeit zu Strudeltöpfen zusammenwachsen sind und ein einzigartiges Werk der Natur darstellen.

Pont Du Gard

Ein letztes Highlight liegt für heute aber noch auf unserer Strecke und so fahren wir über Uzès vorbei am Haribo Museum zum Pont Du Gard. Von den wichtigsten Aquädukten der gallorömischen Zeit ist der Pont du Gard das berühmteste Relikt. Das antike Meisterwerk versorgte die Stadt Nîmes mit seiner fast 50 Kilometer langen Wasserleitung täglich mit rund 20.000 Litern Frischwasser Bereits seit 1985 gehört die Brücke zum UNESCO-Weltkulturerbe. Erbaut wurde der Pont du Gard im 1. Jahrhundert. Fünfzehn Jahre brauchte man für die gesamte Wasserleitung, fünf davon für die Brücke über den Gard, heute Gardon genannt. Sie ist Wahrzeichen der Region und eines der besterhaltenen antiken Bauwerke überhaupt. Mit stolzen 49 Metern Höhe auf drei Etagen ist ihr Anblick einfach atemberaubend.

Nach diesem Highlight folgen wir dem Glandon bis zu unserer heutige Unterkunft am Rande der Camargue.

Petite Camargue (125 Km)

Der dritte Tag unserer Motorradreise führt uns in die Petit Carmargue und ist insgesamt ein sehr entspannter Tourtag mit nur 125 Kilometern.

Petit Carmargue

Die Petite Camargue zählt wahrscheinlich zu den außergewöhnlichsten Landschaften Südfrankreichs. Uns präsentiert sich eine spiegelglatte Landschaft, durchzogen von riesigen Sumpfgebieten und einer karge Pflanzenwelt. Jedoch bei genauem Hinsehen, hat diese Landschaft sehr viel zu bieten: Da sind die berühmten weißen Wildpferde, die schwarzen Stiere, große Becken, in denen Fleur de Sel gewonnen wird, deren Wasser in den tollsten lila Tönen scheint und jede Menge rosa Flamingos, die hier leben. Es gibt also wieder jede Menge zu sehen und dazu genießen wir in dem einen und anderem Ort am Meer einfach mal das „Savoir vivre“.

Saintes-Maries-de-la-Mer

Von unserem Hotel aus, erreichen wir schnell die Petite Carmargue. Das ist übrigens der westlich von der Rhone gelegene Teil, der zur Region Languedoc-Roussillon gehört, während der östlich von der Rhone gelegene Teil, zur Provence zählt. Über Saint-Gilles erreichen wir den wunderschönen Ort Saintes-Maries-de-la-Mer. Wie der Name schon sagt liegt der Ort direkt am Meer und lädt mit einem großen touristischen Angebot ein, durch die engen Gässchen der zweistöckigen flachen und weiß getünchten Häuser zu bummeln. Das älteste Gebäude des Ortes ist die Wehrkirche „Notre Dame de la Mer“. Sie ist der Rest einer mittelalterlichen Stadtmauer. Neben der schwarzen Sarah, die in der Krypta der Kirche steht und jährlich tausende Zigeuner, die diese verehren, anzieht, lohnt die Besteigung des Daches. Von oben hat man einen wunderschönen Rundblick über das Dorf, die Strände und die Camargue.

Aigues Mortes

Wir lassen Saintes-Maries-de-la-Mer hinter uns, nehmen eine Fähre über die Petit Rhone. Kurze zeit später erreichen Aigues Mortes, ein urgemütliches Städtchen. Wahrzeichen des Ortes ist die vollständig erhaltene Stadtmauer rund um den historischen Stadtkern. Man kann (gegen Eintritt) auf die Mauer steigen und dann rund um das Zentrum laufen. Früher lag Aigues Mortes direkt am Meer. Aufgrund der Verlandung gewisser Teile des Meeres trennen den Ort heute einige Kilometer von der Küste. Der Mittelpunkt des Ortes ist der Place St. Louis, der von zahlreichen Restaurants und kleinen Geschäften gesäumt ist.

Le Grau du Roi

Vorbei an den Salinen von Aigues Mortes erreichen wir wenig später den Fischerort Le Grau du Roi (Kanalmündung des Königs). Er besitzt zusammen mit seinem Port Camargue den größten Freizeithafen Europas mit 5000 Liegeplätzen. Die noch immer aktive Flotte bunter Fischkutter beweist, dass hier an den Toren zur Camargue Moderne und Tradition bestens miteinander auskommen. Auch Ernest Hemingway wusste um den Charme dieses Fischerdorfes. Der erste Teil seines Romans The Garden of Eden spielt nämlich in Le Grau du Roi.

Palavas Les Flotes

Über La Grande Motte, einem Retortenort, der in den 60er Jahren direkt am Mittelmeer entstand, gelangen wir nach Palavas Les Flotes. Der Küstenort präsentiert sich sehr modern. Es ist der Ort, an dem die Bewohner Montpelliers im Sommer gerne ihre Freizeit verbringen und auch der Flair Montpelliers ist hier deutlich zu spüren. Die Stadt wird übrigens von einem Kanal durchquert und eine Seilbahn ermöglicht hier von einem Ufer zum anderen zu kommen.

Montpellier

Ausklingen lassen wir den Tag in Montpellier selber. Montpellier gehört zu den lebenswertesten Städten Frankreichs und lockt mit einem einzigartigen Angebot aus Kultur, Kulinarik und Geschichte. Montpellier hat sich über die Jahre hinweg zu einer Stadt entwickelt, die es mit internationalen Metropolen aufnehmen kann. Nicht umsonst wurde sie 2010 von der New York Times unter die 45 sehenswertesten Städte der Welt gezählt. Zu verdanken hat Montpellier dies nicht zuletzt seiner Vielseitigkeit. Hier verbindet sich mediterrane Lebensart mit einem großen Kulturangebot, historische Prachtbauten treffen auf modernste Architektur und von der pulsierenden Stadt bis zur Mittelmeerküste sind es gerade einmal 10 km. Montpellier ist nicht nur eine der größten Städte an der französischen Mittelmeerküste, sondern auch eine wichtige Studentenstadt: Die Universität von Montpellier ist die viertgrößte des Landes und jeder vierte Bewohner der Stadt ist eingeschriebener Student.

Montpellier kann man nicht beschreiben, Montpellier muss man erleben!

Haut-Languedoc (210 Km)

Der Naturpark Haut-Languedoc liegt zwischen dem Mittelmeer und dem Atlantik. Aufgrund der klimatischen Verhältnisse konnten sich vielfältige Landschaften entwickeln, die den Haute-Languedoc zu einer charaktervollen Region für alle Naturliebhaber machen. Ein Wechsel zwischen Grün und trocken, rau und sinnlich, zwischen Mooren, Wäldern und Wiesen bietet hier einen natürlichen Lebensraum für seltene Tierarten wie den Bonelli-Adler, Otter, das Mufflon oder die Ginsterkatze.

Les 9 Écluses de Fonseranes

Zunächst streifen wir aber noch einmal das Mittelmeer und gelangen nach Béziers. Hier erwartet uns der Canal du midi. Der „Kanal des Südens“ ist insgesamt 240 KM lang und verbindet Toulouse mit dem Mittelmeer. Der Kanal wurde 1681 fertiggestellt. Schon lange vor dem Bau wurde der Wasserweg zwischen der Atlantikküste und der französischen Mittelmeerküste als wünschenswert angesehen, um den langen und beschwerlichen Weg rund um die Iberische Halbinsel zu vermeiden. Die Höhenunterschiede zwischen den Endpunkten des Kanals und seinem Scheitel erfordern eine Vielzahl von Schleusen. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die sechsstufige (ursprünglich achtsstufige) Schleusentreppe von Fonserannes bei Béziers. Hier werden die Schiffe in sechs Etappen um 13,6 Meter gehoben bzw. gesenkt. Die Durchfahrt dauert je nach Richtung 30 Minuten bzw. 45 Minuten. Heute wird der Kanal fast nur noch touristisch genutzt. Letztere tun auch wir uns steuern die berühmten 9 Écluses de Fonseranes an.

Col de Fontfroide

Unsere weitere Route läßt uns das Departemnt Aude streifen ehe wir in den Naturpark Haut-Languedoc eintauchen. Hier merkt man schnell, dass es eher eine dünn besiedelte Region ist. Weitestesgehend fahren wir hier alleine durch eine einsame, aber wunderschöne Natur. Während wir uns Richtung Norden bewegen, steigt die Straße stetig an und beschert uns 5 weitere Pässe, die alle um die 1000 Höhenmeter liegen. Besonders schön ist der letzte, der Col de Fontfroide. Er liegt am Südrand des Zentralmassivs und verbindet das Tal des Agout mit dem des Orbs. Die Abfahrt beeindruckt mit herrlichen Ausblicken.

Pont du Diable

Am Fuße des Col de Fontfroide liegt der Ort Olargues, eine rustikale Perle des Languedoc. Die mittelalterliche Stadt hat seinen alten Charme bewahrt und lässt die Natur mit der mittelalterliche Architektur perfekt verschmelzen. Besonders hervorzuheben ist die Pont du Diable. Sie ist die wahrscheinlich älteste romanische Steinbrücke Frankreichs, welche noch vollständig erhalten ist und gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Unter ihr plätschert fröhlich der Fluss Le Jaur und selbigen folgen wir bis dieser von dem Fluss Orb abgelöst wird.

Im Tal des Orb erwartet uns dann auch unsere heutige Unterkunft.

Cevennen (270 Km)

Der Nationalpark Cevennen wurde 1985 von der UNESCO zum Biosphärenreservat und 2011 zum Weltnaturerbe erklärt. Er umfasst die drei große Naturregionen Hoch-Cevennen (Hautes Cévennes), die Causses – Kalkstein-Hochebenen und die Cevennen-Täler mit ihrem vom Wasser geformten Schiefergestein.

Lerab Ling

Wir starten heute im Tal des Orbs und fahren weiter Flussaufwärts, passieren den Stausee Lac D´Avène und erreichen kurze Zeit später einen ganz besonderen Ort: Den Tempel Lerab Ling. In einer der schönsten und natürlichsten Gegenden nordwestlich von Montpellier befindet sich dieser prächtiger Tempel. In jeder Hinsicht ist der Tempel von der Kunst und Architektur der alten tibetisch-buddhistischen Klöster im Himalaya inspiriert. Leider ist der Tempel nur zu ganz bestimmten Zeiten geöffnet, so dass wir diesen nur von außen besichtigen können.

Cirque de Navacelles

Cirque de NavacellesNach diesem Ausflug in eine andere Welt, kehren wir zurück in die wunderschöne Natur und erreichen wenig später die Vis. Sie schlängelt sich zwischen den Klippen der Causse Blandas und dem Berg Séranne hindurch und gilt als einer der schönsten Flüsse im Zentralmassiv. Sie liegt in den Cevennen und entspringt in den bis zu 1445 Meter hohen Bergen. Nach 50 Kilometern fließt sie bei Ganges in den Hérault. Entlang dieser gibt es eine Reihe von tollen Orten und Plätzen zu entdecken. Ganz an der Spitze der Sehenswürdigkeiten steht der „Cirque de Navacelles“ – eine ehemalige Flussschleife, die die Vis in den Kalkstein gegraben hat.

Vom zwei Aussichtpunkt haben wir einen einmaligen Blick in den Talkessel und auf die Flussschleife. Die Strecke führt uns kurvenreich hinunter in den Talkessel und auf der anderen Seite wieder hinauf. Fahrtechnisch sowie Aussichtsmäßig ein besonderes Highlight, welches seinesgleichen sucht.

Mont Aigoual

Mont Aigoual25 Kilometer weiter bei Saint-Laurent le Minier überrascht uns die Vis mit einem traumhaften Wasserfall bevor sie bei Ganges in den Hérault mündet. Hier ändern auch wir unseren Kurs und folgen dem Fluss Hérault bis Pont D´Hérault, um den nächsten Fluss, die L´Arre zu entdecken. Aber auch diese verlassen wir hinter Le Vigan und steuern den Mont Aigoual an. Mit einer Höhe von 1567 Metern ist der Mont Aigoual der zwithöchste Berg der Cevennen. Bis wir diesen erreichen nehmen wir noch 5 weitere Pässe auf dem Weg mit. Auf dem Gipfel des Mont Aigoual erwartet uns die letzte noch betriebene Berg-Wetterstation Frankreichs. Der Gipfel ist nicht bewaldet und bietet bei klarer Sicht einen 360 Grad Panoramablick.

Gorges de la Jonte

Gorges de la JonteÜber den Col Col de Fouques und den Col de Perjuret erreichen wir das Tal der Jonte. Die Gorges de la Jonte ist bildet mit der Gorges du Tarn, dem Grands Causses und dem Lot-Tal eine Einheit. Der Fluss entspringt auf dem Mont-Aigoual und bahnt sich in einer fast unwirklich anmutenden, ständig wechselnden Landschaftskulisse auf einer Länge von fast 40 Kilometern seinen Weg durch die Schluchten von Le Rozier nach Meyrueis. Die Gorges de la Jonte zwischen dem Causse Méjean und dem Causse Noir ist mit rund 500 m Tiefe durch ihre wildromantische Unberührtheit beinahe genauso eindrucksvoll wie die bekanntere Gorges du Tarn. Den Fluss Tarn erreichen wir bei Le Rozier, folgen diesem ein kleines Stück bis kurz vor Millau und erreichen unser Quartier für die heutige Nacht.

Le Tarn (210 Km)

Das Departement Tarn ist bekannt für seine erholsame Lebensqualität Es besteht aus einer Folge von unterschiedlichen Landschaften, die von Ebenen und Hügeln übersät mit Feldern und Obstplantagen bis hin zu wilden Schluchten, Kalkplateaus und Weinbergen reichen. Hinzukommt das reiche Architekturerbe, das aus mittelalterlichen Städten besteht.

Viadukt von Millau

Bevor wir uns heute aber in die einzigartig schöne Tarnschlucht stürzen, genießen wir noch einmal die Aussicht auf das Viadukt von Millau. Das Viadukt ist die längste Schrägseilbrücke der Welt und besitzt die höchsten Brückenpfeiler der Welt. Ohne Zweifel eine architektonische Meisterleistung.

Chaos de Montpellier-le-Vieux

Von hier aus fahren wir am Chaos de Montpellier-le-Vieux vorbei. Dabei handelt es sich um ein ca. 120 Hektar umfassendes Felsenmeer in den Cevennen, das mit

seinen Torbögen und Felswänden beeindruckt. Bizarren Felsformationen, die durch jahrtausendlange Erosion durch Wasser und Wind sowie durch Korrosion geformt worden sind, verleihen diesem Ort seinen mystischen Anstrich.

Gorges du Tarn

Bei Le Rozier tauchen wir dann in die Gorges du Tarn ein. Sie zählt zu den schönsten Flußlandschaften Frankreichs. Bis zu 400 Meter tief hat sich hier der Tarn in die Karstebenen der Cevennen förmlich hineingefressen. Es gibt sowohl steilwandige Engpässe, wie z.B. die Felsenge Les Détroits, als auch weite Talkessel wie z.B. den Cirque des Baumes mit seinen bunten Felswänden. Durch die Auswaschungen sind auch zahlreiche Höhlen und Grotten entstanden.

Col de Finiels

Wir folgen der Tarn für ca. 60 Kilometer, passieren die vielen kleinen sehenswerten Orte und erreichen schließlich Le Pont de Montvert am Fuß des Bergs Lozère im Herzen des Nationalparks der Cevennen. Der Mont Lozère ist die höchste Erhebung der Cevennen mit 1699 Metern, jedoch nur zu Fuß zu erreichen. Wir nehmen daher die Route über den 1541 Meter hohen Col de Finiels auf den der Col des Tribes mit 1131 Meter folgt. Letzterer gehört eher zu den unbekannteren Pässe im französischen Zentralmassiv, obwohl die gut 18 Kilometer lange Strecke auf sowohl landschaftlich einiges zu bieten als auch mit schönen Kurven aufwartet.

Lac de Villefort

Die Abfahrt führt uns zum Lac de Villefort, einem Stausee des Flusses L´Altier, auf den wir später noch eine schöne Aussicht von einem oberhalb liegenden Aussichtpunkt haben werden. Wir folgen der Straße über den 1120 Meter hohen Col du Thort und treffen in La Bastide-Puylaurent auf den Fluss Allier. Er ist einer der letzten und wohl schönsten naturbelassenen Flüsse in Frankreich und durchfließt als Seitenfluss der Loire die Auvergne von Süden nach Norden.

Wir folgen dem Fluss eine ganze Weile bis wir diesen in Lagogne verlassen, um die letzten Kilometer zu unserer heutigen Unterkunft in Angriff zu nehmen.

Vallée du Rhône (230 Km)

Vallée du Rhône Im Vallée du Rhône liegen gleich 9 französische Departements (Loire, Rhône, Ain, Isére, Drôme, Ardéche, Haute-Savoie, Savoie und Hautes-Alpes). Die Rhône fließt durch Frankreich und die Schweiz und ist mit 812 Kilometern Länge (davon 522 Kilometer in Frankreich) einer der längsten Flüsse Frankreichs. Sie entspringt im schweizerischen Sankt-Gotthard-Massiv und fließt dann in Richtung Süden. In der Carmargue mündet sie ins Mittelmeer. Die Rhône ist ein imposanter Fluss, der von der Quelle bis zur Mündung kontrastreiche Landschaften durchläuft. Im Vallée du Rhône fließt sie nahezu geradlinig vorbei an den Weinbergen der Côtes du Rhône. An ihren Ufern im Rhônetal wachsen die Weine der Côtes du Rhône – dem zweitgrößten AOC-Weinanbaugebiet Frankreichs. Die gesamte Region des Vallée du Rhône gilt als wahres Schlaraffenland bei Feinschmeckern aus aller Welt. Weinberge und tausende von Pfirsich- Kirsch- und anderen Obstbäumen versprühen hier ihren Duft und gen Osten richtet sich der Blick auf die Svoyer Alpen.

Naturpark Mont Ardèche

ArdècheBesor wir aber das Vallée du Rhône erreichen tauchen wir heute noch einmal tief in die Ardèche ein. Denn neben dem berühmten Fluß mit seinen grandiosen Schluchten hat der Regionale Naturpark Mont Ardèche noch einiges mehr zu bieten. Der am Westrand des Zentralmassivs gelegene Regionale Naturpark erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 180.000 Hektar und vereint sechs Landschaftseinheiten. Jahrhundertealte Eichenwälder, Terrassen aus Trockenstein, alte Vulkane, Wälder und Weiden, Schluchten und sattgrüne Täler, Heidelandschaft und Garrigue gehören zu den abwechslungsreichen Landschaften, die dieses riesige Naturschutzgebiet charakterisiere.

EyrieuxWir bewegen uns heute von Westen nach Osten durch die Arèche und bekommen einen Teil der vorgenannten Landschaftseinheiten zu sehen. Zunächst geht es durch Heidelandschaften und Weiden bis einige Kilometer später sich Wälder dazu mischen. Bei Monteil gesellt sich dann noch die Glueyre zu uns, die sich unterhalb neben der Straße durch die Landschaft schlängelt. Sie ist ein linker Nebenbach des Eyrieux und eine echte Wildwasserperle der Cevennen. Bei Saint Sauveur de Montagut mündet sie in den Eyrieux. Wir folgen der Eyrieux ein paar Kilometer, biegen aber bei La Combe Richtung Norden ab und blicken am Aussichtspunkt „Belvédère de l´Eyrieux“ noch einmal ins Tal des Eyrieux.

Rhonetal

Vallée du Rhône Währenddessen wir der Straße Richtung Lamastre folgen, erheben sich plötzlich die Apen am Horizont und bei klarer Sicht kann man sogar bis zum Gebirgsmassiv des Mont Blanc blicken. In Lamastre biegen wir nach Osten ab und haben immer wieder wunderschöne Ausblicke bis wir in Tournon-sur-Rhône die Rhône erreichen. Tournon-sur-Rhone ist eine hübsche Kleinstadt am Ufer der Rhone mit Blick auf die Weinberge von Tain-l´Hermitage. Besonders sehenswert ist die Fußgängerbrücke von Marc Seguin, die die Orte Tournon-sur-Rhône und Tain-l´Hermitage verbindet.

Von hier aus folgen wir der Rhône bis zu unserem Hotel, wo wir vor 7 Tagen gestartet sind.