All Inklusive Motorradreise durch Buratien um den Baikalsee

Die Strecke führt von Ulan-Ude ins Barguzin-Tal im Nordosten. An der Ostküste fahren wir Richtung Süden zum Tunka-Tal im Süden. Auf der Westseite des Baikals fahren wir über Irkutsk wieder nach Norden bis zur Insel Olchon.

Preise

Preise
pro Person 3950,00

Leistungen

Leistungen
Übernachtungen (DZ "Standard" ohne überragenden Komfortanspruch (manchmal gibt es nur recht abenteuerliche Unterkünfte, einfach, aber sauber))
Flughafentransfer in Irkutsk und Ulan-Ude
Sprit
Eintritte
Genehmigungen
Frühstück, Mittag- und Abendessen (normale Speisen und normales Trinkvolumen, keine Saufgelage)
Guide (deutsch- russisch- und englischsprachig mit guten Mechanikkenntnissen) zum Auffinden von interessanten Orten und Diskussionen mit offiziellen Organen etc.
Motorrad (250er Enduro) incl. aller Wartung + Verschleiß-/Ersatzteile
Organisation (auch ungeplante Umstrukturierung der Reise nach speziellen Wünschen bei mehrheitlichem Einverständnis)
Karten
Reisesicherungsschein
Nicht inklusive
Flugkosten nach Irkutsk und von Ulan-Ude nach Hause
Visagebühren
Kaution (500,- € bar vor Ort)
Auslandskrankenversicherung - Ist Pflicht! ( Overcross empfiehlt den Abschluss weiterer Reiseversicherungen.)
Alles, was nicht unter Leistungen angegeben ist

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Dauer: 22 Tage
Teilnehmeranzahl: ab 2 bis 3 Teilnehmer
Level: Für Fortgeschrittene
Für individuelle Gruppenreisen können wir uns ganz nach Euren Termin-Wünschen richten.
Mobilität: Das Angebot ist nicht für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Für nähere Informationen kontaktiere uns bitte.

Es gibt keine Straße komplett um den Baikalsee weshalb wir die schönsten Stellen im Dreiviertelkreis abfahren.

Wir lernen die Hauptstadt Burjatiens Ulan-Ude und die Umgebung kennen, dann die Ostküste entlang bis zur "heiligen Nase". Ab jetzt erwartet uns das recht unzivilisierte doch mit Heilquellen reichlich bedachte Barguzin-Tal.

Vom nordöstlichsten Punkt unserer Reise her fahren wir nach Süden und umrunden das Südende des Sees und kommen nach Kultuk. Dort fahren wir in das Tunkatal und weiter den Irkut hoch bis zur Quelle. Noch recht zivilisiert und reichlich mit Heilquellen bestückt zu Anfang, fahren wir vorbei an der mongolischen Grenze bis zum Ende der Piste kurz nach Orlik im Sajangebirge. Ab hier beginnt das Land der Sojoten. Eine der abgeschiedensten Regionen am Baikal.

Nach dem mystischen Tal fahren wir in die Zivilisation nach Irkutsk und danach werden wir die berühmte Insel Olchon, Heimat der Schamanen und Geister vom Baikal erkunden. Die Insel Olchon ist die größte Insel im Baikalsee. Hier treffen wir auf buriatische Schamanentradition und heilige Orte. Unglaublich schöne Naturdenkmäler reihen sich bis zur Nordspitze der Insel an der das Highlight wartet. Das Schloss von Khan-Chute-Baabai.

Reiseverlauf der Baikal Motorradreise:

Anreisetag aus Europa:

Urlaub müsst ihr schon heute nehmen, da ihr mittags Richtung Moskau aufbrechen werdet. Der Anschlussflug weiter nach Sibirien geht in der Regel gegen 21.00 von Moskau aus ab. Am nächsten Tag Morgens seit ihr dann in Ulan-Ude

Reisetag 1: Ulan-Ude – Ulan-Ude

Das Erholungs- und Schlafniveau auf Langstreckenflügen ist bekannter Maßen nicht das höchste, weshalb wir mit dem Taxi erst mal zum Quartier im Zentrum der Stadt fahren um das Gepäck loszuwerden. Wir haben den Tage Zeit die Gegend um Ulan Ude ohne Gepäck zu erkunden. Zuerst besichtigen wir das Kloster Ivolginski Dazan. Das Kloster ist eines der berühmtesten der Umgebung, hier wird ein Lama schon seit 100 Jahren nach seinem Tod konserviert. In mehreren Tempeln kann der Lamabuddhismus Burjatiens hautnah erlebt werden. Am Ortseingang von Ivolginsk lohnt es sich die leichte Anhöhe zum Bergsattel hochzufahren. Nach weiteren 20 Minuten zu Fuss steht man auf dem Gipfel gegenüber dem Kloster und hat einen wunderbaren Rundblick über das gesamte Tal. Die Rückfahrt führt über Tarbagataj, ein Dorf der Altgläubigen. Die Häuser sind akkurat bemalt und eine unerwartete Ordnung prägt das Ortsbild. Ab hier führt eine sehr gut geteerte Straße ostwärts zurück nach Ulan-Ude.

Ca. 200 km

Reisetag 2: Ulan-Ude – Ust-Barguzin

Morgens können wir kultiviert mit echtem Kaffe frühstücken, ein Letztes Mal für die kommende Woche. Danach geht es bei guter Straßenqualität bis Ust Barguzin. Es wird zwar noch auf einem Abschnitt von ca 30km geteert (2016) aber der Hauptteil lässt sich gemütlich abspulen. Die Strecke geht über Turuntaevo, Gremyatchinsk mit dem Kotokelsee über Turka, Goryatchinsk und Maksimicha bis Ust Barguzin.

Am Kotokelsee legen wir keine kleine Pause mit romantischem Blick über den See ein. Der See ist ein sehr beliebter Erholungs- und Angelsee der Burjaten da hier im Sommer die Wassertemperatur ausreicht um zu baden. Etwas weiter, bei Turka, liegt der „Kurort“ Goryatchinsk an dem es mehrere heiße Mineralquellen gibt. Diese sind schon seit Sovjetzeiten erschlossen und man wandelt durch den Kurpark vorbei an den verschieden Abteilungen in denen Kranke versuchen ihre Leiden lindern zu lassen. Am Ende befindet sich die heiße Quelle, die schon von weitem durch ihren Geruch Heil verspricht. Mit enormen Durchfluss und bei ca. 50°C Wassertemperatur wird hier der Kursee gespeist. Ein Springbrünnchen lädt zum probieren ein, im Abfluß kann ein warmes Fussbad genommen werden.

Abends kehren wir bei Galina und Sasha ein, die schon mit der berühmtesten Küche von Ust-Barguzin auf uns warten. Bei Bedarf kann auch die Banja benutzt werden.

Ca. 260 km

Reisetag 3: Ust-Barguzin - Alla

Wir fahren auf der rechten Seite zuerst durch ein Sumpfgebiet dann in einem Wald bergauf und plötzlich eröffnet sich der Blick über das Tal. Anschliessend fahren wir links zum „internationalen“ Flughafen auf dem eine AN-2 verrottet vorbei bis zu den Felszeichnungen. Die Felszeichnungen befinden sich versteckt in einer Felsspalte direkt an der Piste. Danach wartet kurz vor Suvo das „Sächsische Schloss“ auf Besichtigung. Dies ist eine riesige Steinformation die an eine Schlossruine erinnert. Bei einer kleinen Wanderung um und auf die Felsformation hat man von hier oben einen schönen Blick auf das Tal und es lädt zum picknicken unter bröselndem Granit ein. Weiter geht die Fahrt vorbei an dem „Stierfelsen“, ein heiliger Stein am Wegesrand in den man einen Stier hineininterpretieren kann. Nach dreifacher Umrundung (im Uhrzeigersinn) und nach ein paar Kilometern kommen wir nach Jubilejnij. Vor dem Ort und nach der Müllkippe befindet sich eine riesige Ansammlung von Findlingen, der Steingarten. Aus unbekanntem Grund verteilen sich genau hier auf mehreren Kilometern die Steine in allen möglichen Größen.

Ca. 260 km

Wir fahren nun auf der alten, zugewachsenen Sovjetstraße weiter bis wir einen Schlenker über eine noch stehende Brücke machen müssen. Anschließend geht es etwas querfeldein über eine Kolchose zurück zur aufgegebenen Straße und wir kommen zu einer Brücke über den Fluß Argada. Die Brücke ist leider abgebrannt und hier endet die Straße. Über die Reste der Stahlkonstruktion zu balancieren ist zu Fuss möglich eine Flußdurchfahrt ist mit den Motorrädern aufgrund sehr weichen Sandes nicht möglich.

Wir steigen lieber zu Fuss zu der buddhistischen Stupa hoch und stärken uns nochmal für den letzten Tagesabschnitt. Wir müssen ein Stück auf Asphalt zurückfahren, dann biegen wir rechts ab denn hier kommt nach ein paar Kilometern ein Brücke über den Barguzin. Weiter geht es bis zum „Kurort“ Alla in dem wir unsere Basisstation aufschlagen.

Der Kurort besteht aus einem recht versteckt gelegenen Forsthaus welches touristisch bewirtschaftet wird. Luxus kann man am Ende der Welt nicht erwarten, dafür einen der schönsten Plätze des Barguzintals mit eigener Posifabrik unten im Ort. 10 Minuten zu Fuss in dem 30 m tiefer gelegenen Tal gibt es eine große Ansammlung von heißen und kalten Mineralquellen. Es existiert ein kleines Badehäuschen in dem die ergiebigste Quelle in eine „Badewanne“ fließt. Doch Vorsicht! Man darf höchsten 10 bis 15 Minuten im warmen Wasser verbringen, da hier ein hoher Gehalt an Radon im Wasser ist welches bei zu langer Einwirkung die Knochen erweichen lässt. Hier gibt es für Beschwerden eines jeden Körperorgans eigene Quellen zur Linderung. Zum Wandern und Bergsteigen lädt das Gebirgsbachtal ebenfalls ein, es gibt Wasserfälle und super Aussichtspunkte.

Reisetag 4: Alla – Barguzintal Nordteil

Heute und morgen werden wir von Alla aus ohne Gepäck Tagestouren unternehmen. Zuerst fahren wir bis in die nördliche Spitze des Tales zu den Mineralquellen von Ulyunchai. Diese befinden sich in einem Sumpfgebiet weshalb es hier auch Schlammbehandlungen gibt. Der Ort und vor allem die Heilkraft sind überregional bekannt und es bilden sich lange Schlangen beim Schlammhaus. Lahme gehen nach der Behandlung als Geheilte ohne Krücken was eine Ansammlung dieser am heiligen Baum belegt. Natürlich gibt es auch wieder für allerlei kleinere Beschwerden eigene Quellen. Von hier aus geht die Straße noch ca. 20 km weiter bis eine nicht mehr vorhandene Brücke die Weiterfahrt über den Barguzin verhindert. Zum Bau der Baikal-Armur-Magistrale (BAM) gab es hier eine Versorgungsstraße 100km durch die Taiga. Nun ist ab hier alles Naturschutzgebiet, die Straße aufgegeben und nur noch die Gerüchteküche erbrodelt fleißig Legenden zum Durchkommen, Straßenzustand und den zu bestehenden Abenteuern. Ein paar Meter weiter auf einer Halbinsel im Barguzin wurde der letzte „Kurort“ Umchej errichtet. Ursprünglich gab es hier nur einen kleinen warmen See der von den umliegenden 146 Mineralquellen gespeist wird. Ein findiger Geschäftsmann hat vor 5 Jahren angefangen hier Bungalows zu bauen und den See zu erschließen. Wir genießen kurz das wunderschöne Panorama des Naturschutzgebietes und können auch im warmen See plantschen bevor es wieder zurück nach Alla geht.

Ca.150 km

Reisetag 5: Alla – Barguzintal Ostteil

Heute probieren wir es zum Städtchen Argada. Es führt uns kurz nach Alla zuerst eine abenteuerliche Brücke über den Barguzin, danach geht es auf Sandpisten durch Wald und Steppe bis nach Maiskij. Von hier gibt es mehrere Wege nach Argada doch unser Hauptziel ist der „Kurort“ Garginskij wo es angeblich sehr interessante heiße Quellen gibt. Die bisherigen Versuche dorthin zu gelangen scheiterten jedoch an einer abgebrannten Brücke. Vielleicht haben wir jedoch Glück und finden eine Möglichkeit den Fluß zu überqueren. Nachdem wir den Kurort erkundet haben und durch den Wald zurück nach Argada gefahren sind, fahren wir über die Brücke Maiskij nach Alla wo wir nochmal die selbstgemachten Posi zum Abendbrot genießen.

Ca. 150 km

Reisetag 6: Alla – Ust-Barguzin

Es wieder flußabwärts Richtung Ust-Barguzin. Wir fahren vorbei an den heiligen Bergen von Baragchan. Einer der sieben heiligen Orte des Buddhismus wo sich Himmel und Erde berühren. Es gibt ein großes buddhistisches Kloster zu bestaunen und etwas weiter eine heilige Stelle die als Yanzhima (die heilige Schwangere) bekannt ist. Dies ist ein Felsen der vor allem von Eltern mit Kinderwunsch besucht wird. Auf dem Felsen, der sich hinter Glas befindet, kann man mit etwas Fantasie eine Schwangere sehen die sich den Bauch hält. Bis hier bestand die Straße aus der schon gewohnten Buckelpiste mit Findlingeinlage. Nun wird’s richtig schrecklich, da sich auch noch Asphaltreste in eine Buckelpiste verwandelt haben. Wenn wir kurz vor Ust-Barguzin die neue Teerstraße erreichen werden wir mal wieder dem russischen Straßenbau ein Hoch aussprechen. Beketov warten schon auf uns mit heißem Tee und lecker Essen.

Ca. 220 km

Reisetag 7: Ust-Barguzin – Hl. Nase – Ust-Barguzin

Es steht ein Tag ohne Motorräder an, da nach den Sand- und Buckelpisten des Barguzintals eine intensive Luftfilterreinigung und Kontrolle auf die Motorräder wartet. Sasha oder einer seiner Fahrer zeigt uns die Halbinsel „heilige Nase“. Nach einer Strecke im Buchanka fährt uns ein Boot zu den Thermalquellen der Schlangenbucht. Wenn die Lust eher auf Wandern steht kann auch der 1877m hohe Gipfel der „heiligen Nase“ erklommen werden. Abends gibt es lecker Essen von Galina und auch Lagerfeuer und Banja werden wir nicht vermissen.

Reisetag 8: Ust-Barguzin – Istok

Es geht wieder zurück Richtung Ulan Ude. Die Strecke sind wir schon gefahren doch der einigermaßen gute Asphalt ist nach den Sandpisten die reinste Freude. Kurz vor Ulan-Ude werden wir jedoch nach Westen zur Selenga abbiegen, die uns dann zum Baikal führt. Bei Kabansk biegen wir von der Hauptstrasse ab in das Selenga Delta. Auf einer schönen Strasse fahren wir bis an das Ufer des Baikalsees und werden in Istok Unterschlupf finden.

Ca. 340 km

Reisetag 9: Istok - Tanchoi

Zuerst fahren wir zum Kloster Posolskoe und der Weg über das Selengadelta ist sehr schön. 1778 wurde hier die erste Steinkirche östlich des Baikals geweiht und das Kloster wird seit 2000 wieder von Mönchen betrieben.

Nach einer ausgiebigen Besichtigung des Klosters geht es durch ein grosses Sumpfgebiert vorbei an Babushkin nach Tanchoi. Hier befindet sich die Hauptverwaltung des Baikal Nationalparks.

Ca. 140 km

Reisetag 10: Tanchoi - Gzhemtshuk

Der erstse Teil des Tages geht immer am Seeufer entlang nach Südwesten. Wir machen den ersten Stop im Sljudjanka. Der Name des Ortes kommt von „Sljuda“, den Glimmervorkommen in den umliegenden Bergen. Eine Besonderheit im Ort ist der Bahnhof. Dieser wurde in Ermangelung anderer Baumaterialien komplett aus Marmor gebaut. Im Ort gibt es außerdem ein Baikalbahnmuseum und ein privat betriebenes Mineralienmuseum. Die umliegenden Berge beinhalten viele Mineralien, Sammler kommen auf ihre Kosten.

Ca. 220 km

Kurz hinter Sljudjanka kommt Kultuk und von da aus geht es exakt nach Westen in die Tunkinskaya-Dolina zum Sajangebirge. Auch hier wurde die Straße nach einem Besuch von Putin 2013 komplett erneuert. Auf perfektem Asphalt geht es bergan bis wir nach einem Pass und an der Grenze zur Republik Burjatien die Tunkinskaya Dolina sehen. Nach dem Taleingang erstreckt sich in voller Breite (40 km) das Tal des Irkut, der Fluß der der Stadt Irkutsk seinen Namen gab.

Gegen Abend kommen wir bei den heißen Quellen von Ghemtshuk am Ufer des Irkuts an. Unter einem abenteuerlichen, veralgtem Duschpilz kann ausgiebig bei 45°C Wassertemperatur geplanscht werden (Doch nicht mehr als 20 Minuten, überall ist das Wasser radondurchsetzt). In einem schönen Cafe mit Sommerterasse können wir mit Ausblick auf den Irkut zu Abend essen.

Reisetag 11: Gzhemtshuk – Orlik

Wir müssen früh aufsatteln und spätestens gegen 10 Uhr loskommen, heute erwartet uns eine (fast) Offroadpiste und phänomenale Panoramen im Sajangebirge. Mit Einfahrtsgenehmigung fahren wir bis Mondy und machen kurze Rast am Grenzposten da wir und die Motorräder registriert werden müssen. Ein letzter Tankstop am Ende von Mondy und wir biegen rechts auf die Schotterpiste Richtung Orlik ab. Die Strecke führt durch den sehr gebirgigen Abschnitt des Irkuttals. Nach ca. 20km fließt von links der weisse Irkut zu. Hier steht der alte Grenzposten und ein uriges Cafe mit original mongolischer Speisekarte in dem wir uns stärken. Es gibt Fleischsuppe (Buchlör), Buusi und mongolischen Tee zur Stärkung. Kurz nach dem Cafe befindet sich ein heiliger Platz mit buddhistischem Tempel und dem beeindruckendsten Ausblick auf den Munko-Saridak mit 3491 Metern Höhe (ein sehr heiliger Berg für alle Burjaten und Mongolen). Wir fahren weiter bis zur Wasserscheide Irkut – Oka. Falls es Zeit und Wetter zulassen besteht die Möglichkeit bis zum Ursprung des Irkut zu fahren, der aus einem 1875m hoch gelegenen See entspring. Nach der Passüberquerung fahren wir von der Quelle der Oka ca. 100km runter bis Orlik. Dies ist die Bezirkshauptstadt mit ca. 3000 Einwohnern, hauptsächlich dem Volk der Sojoten.

Ca. 250 km

Reisetag 12 & 13: Orlik - Orlik

Im Tal der Oka endet nach ca. 40km hinter Orlik die Straße. Bei einem Tagesausflug fahren wir einige der schönsten Orte im Okinskij Rajon an. Die ganze Gegend ist geologisch sehr interessant, hier spaltet sich, wie auch am Baikal, permanent die Erde weiter auf. Zu erwähnen wäre hier vor allem das Vulkantal „Chi-Gol“ das sich auf ca. 20km bei einer mittleren Höhe von 1800m erstreckt. Auf dem Weg dorthin kommt man durch einen Steingarten im Tal des Chombolok. Außerdem gibt es hier viele Höhlen, des Öfteren auch mit Malereien. Am vorigen Abend werden wir die verschiedenen Möglichkeiten durchgehen und uns eine Route individuell zusammenstellen. Einige Ziele können wir mit den Motorrädern erreichen, andere nur per Pedes. Alle Orte befinden sich im 50km Umkreis, so dass uns zwei gemütliche Tage mit schöner Natur bevorsteht.

Ca. 150 km

Reisetag 14: Orlik – Arshan

Die Rückfahrt zurück nach Arshan führt über die schon bekannte Strecke. Kurz nach dem Duschpilz von Gzhemtshuk geht es links zum „Kurort“ Arschan, hier befinden sich viele Mineralquellen, bis zu 45 °C warm, und die schönen Wasserfälle. Wie in der Region üblich helfen die verschieden Quellen gegen Beschwerden einzelner Körperorgane wie Leber, Herz, Hirn, Magen etc.

Ca. 300 km

Reisetag 15: Arshan - Irkutsk

Von Arshan geht die Route bis Kultuk. Ab da schlängelt sich die Strasse parallel zur Transsib über die Berge. Haben wir den Pass überschritten geht es in einer kurvenreichen Fahrt über neuen Asphalt hinunter nach Shelechov. Wir erreichen die Vororte von Irkutsk, gleich erkennbar an der vielen Industrie die hier steht. Irkutsk ist voller interessanter Plätze, wie die Karl-Marx-Straße, bekannt für ihre Jugendstilbauten, das Angaraufer, Dekabristenholzhäuser, der neue Komplex „alter“ Holzhäuser im Kvartal 130 und überhaupt die größte Ansammlung alter Holzhäuser in Sibirien.

Ca. 210 km

Reisetag 16: Irkutsk – Chugir

Ziel ist die Insel Olchon. Üblicher Weise fährt man auf der R-418 bis Bajanday und biegt dann auf die Straße nach MRS ein, die Fährstation zur Insel Olchon. Der Asphalt ist hervorragend, da die Strecke derzeit ab Bajanday renoviert wird. Allerdings fehlt immer noch ein Stück weshalb uns ein leichter Enduroeinsatz erwartet. Die Strecke bis Bajandy ist fahrerisch uninteressant doch es existiert eine Alternative.

Wir können auch die wenig genutzte Piste am Ufer des Baikals wählen. Hier bekommt man das erste Mal einen richtigen Eindruck von russischen Nebenstrassen. Schotterpiste wechselt sich mit Asphaltresten und großen Löchern ab. Zwischendrin verwandelt sich die Straße in einen Forstweg und wir müssen durch einen kleinen Fluss fahren da die Brücke weggeschwemmt ist. Die Wahl für diese Route hängt in erster Linie vom Wetter ab. Wenn es in den letzten Tagen geregnet hat, besteht das Forststraßenstück aus Schlamm mit riesigen Pfützen und ist fast nicht befahrbar (auch aus Zeitgründen).

In MRS geht’s auf die Fähre. Die Fähre fährt alle halbe Stunde mit Unterbrechung am Abend. Mit etwas Glück schaffen wir es sofort draufzuhuschen da die Motorräder immer irgendwo an den Rand gequetscht werden können.

Auf Olchon haben wir definitiv nur noch Feldwege, nach den letzten 40 km sind wir in Chugir, die „Hauptstadt“ von Olchon und kehren bei Nikitas Guesthouse ein, wo uns schon warmer Tee und Abendessen erwartet. Normalerweise gibt es Omul, den bekanntesten Fisch des Baikal, danach können wir bei einem Bierchen den berühmten Sonnenuntergang am Schamanenfelsen geniessen.

Ca. 290 km

Reisetag 17: Chugir – Olchon Nord – Chugir

Am Morgen nach dem Frühstück werden wir mit den Motorrädern an die Nordspitze von Olchon fahren. Die ganze Strecke ist unglaublich schön und es gibt viele Naturdenkmäler zu bestaunen. Am Anfang führt die Strecke über eine Steppenpiste mit Löweninsel, Krokodilinsel und dem Gesicht des Baikal am anderen Ufer. Weiter geht es dann am Kontrollposten des Nationalparks vorbei durch Waldwege bis zur Sandbüchse. Dieser kilometerlange Abschnitt der Strecke ist eine kleine Herausforderung an Mann und Maschine.

Der Ort war zu Stalinzeiten ein Gulag mit Fischfabrik, Reste kann man noch erkennen. Weiter geht es wieder durch den Wald, dann wieder auf die Steppe doch es wird gebirgiger. Wir halten uns linker Hand und Halten bei den mit roten Flechten bewachsenen Marmorfelsen und den „drei Brüder“, eine bizarre Felsflanke zum Baikal. Weiter nach Norden kommen wir an die Spitze der Insel, hier steht die beeindruckenste Felsformation „Haus des Chan chute ba bai“ die hohen spirituellen Stellenwert bei den Burjaten hat. Das letzte Stück ist nicht befahrbar und wir laufen zu Fuß an einer Steilkante mit überragendem Panorama bis zur Spitze. Bei klarem Wetter kann man die 120 km entfernte „Robbeninsel“ und die „heilige Nase“ am anderen Ufer sehen.

Ca. 200 km

Nach einer ausgiebigen Besichtigung mit Brotzeit fahren wir auf einer anderen Piste am Ostufer zurück. Zuerst kommen wir an dem „Liebesfelsen“ vorbei, jeder kann sich selber eine Variante ausdenken woher dieser Name kommt. Weiter gehts hinab durch ein schönes Tal bis zur meteorologischen Station. Hier stehen wir nun tatsächlich am Ostufer von Olchon. Zurück fahren wir durch den Wald dem Sonnenuntergang entgegen. Abends werden wir auf jeden Fall die besten Posi Olchons essen, da die Tour kräftezehrend ist.

Reisetag 18: Chugir – Olchon Süd – Chugir

Zu besichtigen gibt es das andere Ufer und den Sara-Nur Schlammsee. Die Piste hier ist wunderbar zu fahren, auf ausgetrockneten Erdwegen geht’s mit 80 km/h durch Steppe, Busch und Wald. Der Weg zum Ostufer von Olchon führt über kleine Pfade bis zu einem schönen Tal an dem Reste von Fischerbehausungen stehen. Auf dem Weg liegt der Schlammsee, bestehend aus gelbem Heilschlamm. Bei Bedarf kann gebadet werden, dies ist gut für die Gelenke. Hier gibt es auch einen schönen Platz fürs Mittagsmahl. Weiter können wir noch nach Belieben fahren, z.B. zu den archäologischen Stätten Olchons, eine Steinmauer dessen Herkunft und Zweck unbekannt ist. Abends, wieder zurück in Chugir, besteht abermals die Möglichkeit am Schamanenfelsen zu sitzen oder am Sandstrand Baden zu gehen und den Sonnenuntergang zu geniessen.

Wenn es zu kalt ist, kann auch die Banja (Russische Sauna) geschürt werden.

Ca. 200 km

Reisetag 19: Chugir – MRS

Wir fahren runter von der Insel, beziehen im Ort am Festland Quartier und machen uns ohne Gepäck sofort wieder auf Erkundungsfahrt am Ufer entlang Richtung Norden.

Ca. 200 km

Reisetag 20: MRS

Die Zeit reicht heute aus um ein bisschen querfeldein auf Foto-/Besichtigungsfahrt gehen, da es am Baikalufer genügend Wege gibt die zu weiteren Sehenswürdigkeiten führen, wie z.B. Felszeichnungen, Höhlen oder einfach nur schöne Landschaft bei Mis Krestovskij. Es gibt viele Feldwege am Westufer Richtung Süden und die schöne Landschaft verführt dazu erst zum Sonnenuntergang wieder in der Herberge aufzukreuzen.

Ca. 200 km

Reisetag 21: MRS – Irkutsk

Nun geht es dem Ende userer Reise entgegen und wieder zurück nach Irkutsk. Den Wetterverhältnissen entsprechend kann zwischen der Asphalt- oder der Waldwegstrecke gewählt werden. Wenn wir früh genug aufbrechen können wir noch in das Ethnographische Museum in Talzi fahren. Abends gehen wir in Irkutsk vernünftig essen und können nochmal die ganze Tour Revue passieren lassen.

Ca. 290 km

Reisetag 22:

Heute heisst es Abschied nehmen, Kram und Erinnerungen zusammenpacken und vor allem zum Flughafen aufbrechen und den Flug in die Heimat erwischen. Das Taxi bringt euch morgens zum Flughafen und bis auf einen Zwischenstop in Moskau werdet ihr den ganzen Tag im Himmel verbringen.

WIR PASSEN JEDE UNSERER TOUREN DEINEN PERSÖNLICHEN WÜNSCHEN AN!

Seit 2001 verkauft OVERCROSS das Abenteuer als lizenzierter Reiseveranstalter und Ausbildungsbetrieb. Du hast ausgebildete Profis als Ansprechpartner, welche auf sechs Kontinenten deine private Premium-Motorrad-Reise ebenso individuell zusammenstellen wie die Gruppenreise für dich und deine Freunde.

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Joe Küster, Overcross-Gründer und das Mädchen "für alles"