Spiti-Valley (Himalaja)

Noch bis ins Jahr 1992 was das Spiti Tal wegen seiner geografischen Nähe zu China für Ausländer gesperrt und erst vor etwa 20 Jahren wurde die Region allmählich touristisch erschlossen. So konnte sich hier tibetisch-buddhistische Kultur ohne störende Einflüsse von außen erhalten und entwickeln.

Preise

Preise
Fahrer im Doppelzimmer: 2400,00
Sozia im Doppelzimmer: 2175,00
Einzelzimmerzuschlag: 375,00

Leistungen

Leistungen
14 x Übernachtung im Hotel
1 x Übernachtung im Zelt
14 x Frühstück
14 x Abendessen
Mietmotorrad: Wir stellen jedem von Ihnen für die Zeit der Reise und das vorgesehene Reiseprogramm ein Motorrad der britisch-indischen Traditionsmarke Royal Enfield zur Verfügung.
Betriebsstoffe (Benzin/Öl): Benzin und Öl für die festgelegte Tour sowie anfallende Straßenzölle werden übernommen.
Begleitfahrzeug: Ab einer Gruppengröße von vier Selbstfahrern steht ein Begleitfahrzeug für das Gepäck zur Verfügung.
Mechaniker-Service
Reiseführung: Jede Tour wird von einem deutsch- oder englischsprachigen Reiseführer begleitet.
Sonstige Reisekosten: Wir übernehmen alle Eintrittsgelder für Besichtigungen, die im Reiseprogramm vorgesehen sind. Spezielle Gebühren für die Benutzung von Foto- bzw. Videokameras sind davon ausgeschlossen.
Flughafentransfers in Indien: Bei Ankunft werden Sie am Zielflughafen (Indira Gandhi International Airport) abgeholt und zum Hotel gebracht. Bei der Abreise bringen wir Sie auch wieder rechtzeitig zum Flughafen zurück.
Nicht inklusive
Alles, was nicht unter Leistungen angegeben ist
Alle Preise verstehen sich exklusive Flüge und Reiseversicherung
Reiseversicherungspaket: Reise-Rücktrittskosten-Versicherung Urlaubsgarantie (Reiseabbruch-Versicherung) Reise-Krankenversicherung Notfall-Versicherung Reise-Unfallversicherung Reisegepäck-Versicherung
Einzelbelegungszuschlag: Indische Hotels verfügen fast ausnahmslos über Doppelzimmer. Trotzdem ist es möglich, die Zimmer einzeln zu belegen. Die dafür berechneten Aufschläge entnehmen Sie bitte den Preislisten der jeweiligen Tour.
Visagebühren
Getränke: Getränke sind nicht im Reisepreis enthalten.
Trinkgelder: Trinkgelder werden in Indien ganz groß geschrieben. Es ist selbstverständlich, dass man dem Kellner und dem Hotelboy ein paar Rupien zusteckt.

Mehr Details

Mehr Details
Gesamtstrecke: ca. 1665 km
Tagesetappen vor Ort: ca.100 - 250 km (außer An- und Abreise-Etappen)
Straßenzustand: Wenig Asphalt, viel Geröll, Schlamm, Sand, Flussdurchfahrten
Fahrkönnen: Diese Reise nach Lahaul und Spiti sind nichts für MotorradanfängerInnen und ungeübte FahrerInnen. Der Schwierigkeitsgrad ist sehr hoch.
Klima: Im September liegen die Temperaturen tagsüber zwischen 10-16 Grad.
Hotels: Sie schlafen in guten, gepflegten indischen Mittelklasse-Hotels in Doppelzimmern mit Dusche oder Badewanne und WC.
Mindestteilnehmerzahl: 4 Personen. Wenn die Mindestteilnehmerzahl bis 6 Wochen vor Reisebeginn nicht erreicht wurde, erstatten wir Ihnen in diesem Fall die angezahlten Beträge.
Mobilität: Das Angebot ist nicht für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Für nähere Informationen kontaktiere uns bitte.

Zwar ist Spiti heute beliebtes Ziel von Abenteuer-Reisenden und an buddhistischer Kultur Interessierter, doch fordert der Besuch dieser Region wegen ihrer schweren Erreichbarkeit und klimatischen Rauheit nach wie vor starke Kondition, Durchhaltevermögen und die Bereitschaft, für ein paar Tage auf allen gewohnten Komfort verzichten zu können.

Wer sich dadurch nicht abschrecken lässt, und realistisch einschätzen kann, dass er dieser Herausforderung gewachsen ist, wird belohnt durch eine der spektakulärsten Landschaften, die Indien zu bieten hat. Die Menschen sind, geprägt durch ihre buddhistische Lebenseinstellung, extrem freundlich, kontaktfreudig und hilfsbereit. Der Besuch der Klöster gestattet dem interessierten Gast einen tiefen Einblick in das Selbstverständnis der Anhänger der buddhistischen Lehre.

Die Reise nach Spiti ist ein Erlebnis, das jeden tief in seinem Innern bewegt und das niemand je wieder vergessen wird.

Tourablauf

1. Tag: Anreise

Ab Frankfurt gibt es bequeme Direktflüge nach New Delhi, aber auch von anderen europäischen Flughäfen kann man die Hauptstadt Indiens ohne Problem erreichen. Meist Mitten in der Nacht kommt Ihr in Delhi an und werdet dort von unseren Mitarbeitern am Flughafen abgeholt und ins Hotel gebracht. Nur wer einen Flug gewählt hat, der erst am nächsten Morgen ankommt, muss vom Flughafen mit dem Auto gleich weiter nach Chnadigarh fahren. Wir empfehlen die Flüge, die nachts ankommen. Übernachtung in Delhi

2. Tag: Ankunft in New Delhi und Transfer nach Chandigarh

Nach dem Flühstück stertet die Fahrt nach Chandigarh (ca. 250 km). Dort erwarten Euch die Royal Enfields.

Die Stadt am Fuße des Himalaja ist Hauptstadt zweier Bundesstaaten, Punjab und Haryana und als Tor zur Entdeckung des Himalaja besonders gut geeignet. Nach der Abspaltung Pakistans 1947 war auch der Punjab geteilt, die frühere Hauptstadt Lahore lag auf pakistanischer Seite. Daraufhin beauftragte Nehru den berühmten Schweizer Architekten Le Corbusier mit der Planung einer völlig neuen Stadt. Chandigarh lässt sich daher mit keiner anderen indischen Stadt vergleichen.

Z. B. ist es in funktionale Bezirke aufgeteilt, d.h. es gibt streng voneinander getrennte Einkaufs-, Wohn- und Restaurantbezirke. Der Name bedeutet so viel wie „Festung der Göttin Chandi“ (Sanskrit „garh“ = Festung). Gemeinsames Abendessen, Übernachtung in Chandigarh.

3. Tag: Chandigarh - Shimla (ca. 135 km)

Nach dem Frühstück übernehmen wir die Bikes und starten zu unserer ersten Tour. Die Fahrt nach Shimla, eine der bekanntesten Hillstation Indiens, vermittelt uns einen ersten Eindruck von dem, was wir in den nächsten Tagen zu erwarten haben. Kurve auf Kurve schwingen wir uns unaufhörlich in die Höhe bis auf ca. 2.200 Meter. Am Nachmittag erreichen wir unser Hotel und können uns von der ersten Motorradfahrt in Indien erholen.

Shimla gehörte früher zu Nepal und wurde von den Briten 1819 an ihr Kolonialreich annektiert. Es entwickelte sich zum Sommersitz der Kolonialregierung. Die Architektur ist daher vom britischen Baustil des 19. Jh. geprägt. Ein Bummel über die berühmte „Mall“ ist auf jeden Fall empfehlenswert. Abendessen, Übernachtung in Shimla.

4. Tag: Shimla - Sarahan (ca. 170 km)

Gleich nach dem Frühstück satteln wir unsere Bikes und wenden uns gen Osten. Wir bleiben auf etwa gleicher Höhe. Entlang wunderschön bewachsener Blumenwiesen und Berghängen mit vielen kleinen Bächen und Flüssen erreichen wir Sarahan (2165 m). Der Ort liegt malerisch an einem Hang über dem Satluj-Flusstal. Kulturell bedeutend ist der im Indisch-Tibetischen Stil erbaute hinduistische Bhimakali-Tempel. Abendessen, Übernachtung in Sarahan.

5. Tag: Sarahan - Kalpa (ca. 100 km)

Die heutige Strecke führt uns nach dem Frühstück immer entlang des Satluj-Flusses über abenteuerliche Straßen bis zum kleinen Ort Kalpa. Er liegt etwas abseits vom Highway auf über 2.700 Meter. Wir sind nun in der Welt des tibetisch-buddhistisch geprägten Teils von Indien. In Kalpa finden wir noch einige der im alten tibetischen Stil gebauten Holzhäuser. Der über 1000 Jahre alte Tempel ist 1959 ein Opfer der Flammen geworden. Die Einwohner habe in Eigenregie an der gleichen Stelle einen neuen Tempel errichtet. Wenn das Wetter mitspielt, haben wir von Kalpa aus einen tollen Blick auf den Kinner Kailash, den heiligen Berg der Hindus und Buddhisten. Abendessen, Übernachtung in Kalpa.

6. Tag: Kalpa und/oder Tagesauflug nach Lippa (ca. 105 km)

Kalpa ist einer der schönsten Orte in Kinnaur und die entspannte Atmpsphäre lädt ein zum bummeln, abhängen, staunen und bestaunt werden ein.

Wem das nicht reicht, dem bieten wir ein ganz besonderes Erlebnis: Von Kalpa sind es nur rund 50 Kilometer bis Lippa, einem der ungewöhnlichsten Dörfer der Region. Hier scheint die Zeit vor Jahrhunderten stehen geblieben zu sein. Stolz weisen die Bewohner darauf hin, dass sie noch ganz ihren Traditionen verbunden sind und sich ein harmonisches Leben mit der Natur erhalten haben. Dieser Ausflug ist nur möglich, wenn die Inner Line Permits rechtzeitig ausgestellt werden. Abendessen, Übernachtung in Kalpa.

7. Tag: Kalpa - Nako (ca. 140 km)

Frühstück. Jetzt wird es langsam haarig. Die Straße verspielt immer mehr ihren Anspruch, als solche bezeichnet zu werden. Asphalt zieht sich phasenweise ganz zurück. Allerdings gibt es auch immer wieder perfekt instand gesetzte Abschnitte. Wir haben die Hochwüste von Spiti erreicht und werden nun vom Spiti-Fluss begleitet, der tief unter uns in seinem Bett tobt. Schroffe Felsen, Geröll und viel Staub beherrschen das Landschaftsbild. Bevor wir Nako erreichen, stehen zwei weitere tibetische Siedlung auf dem Programm. Abendessen, Übernachtung in Nako.

8. Tag: Nako

Nako ist ein wahres Juwel. Endlos kann man durch die verwinkelten Gassen des kleinen Ortes schlendern. Hinter jeder Wegbiegung verbirg sich eine neue Überraschung. Der Tempel, einer der von Ringchen Zangpo im 11. Jahrhundert erbauten 108 Gompas, wird von einem einzigen Mönch betreut. Er kommt aus Kullu und hält täglich mehrere Pujas ab.

Die umgebenden Berge sind von zahlreichen Trampelpfaden durchzogen und laden zu kleineren, einfachen Wanderungen ein. Von oben hat man einen überwältigenden Blick auf schneebedeckte Gipfel. Abendessen und Übernachtung in Nako.

9. Tag: Nako – Kaza (ca. 130 km)

Frühstück. Wir dringen weiter in das Spiti-Valley vor, eine Kalt-Wüsten-Landschaft ähnlich wie Ladakh und Tibet. Unser nächster Stop ist Kaza, mit ca. 3200 Einwohnern der größte Ort in Spiti und auch Handelszentrum dieses Bezirks. Kaza liegt am Spiti-Fluss auf ca. 3650 m Höhe. Kaza selbst ist bei Reisenden beliebt für seine entspannte Atmosphäre (und seine German Bakery). Die alte Gompa musste vor einiger Zeit durch ein neues, extrem farbenfrohes Kloster ersetzt werden, das im Jahr 2009 eingeweiht wurde. Abendessen, Übeernachtung in Kaza.

10. Tag: Tagesausflug nach Kibber und zu den Klöstern Kee und Komic (ca. 85 km)

Nach dem Frühstück fahren wir hoch hinauf nach Kibber (4270 m), in das bis vor kurzem höchst gelegene Dorf der Welt, das über eine Straßen- und Stromanbindung verfügt. Inzwischen gibt es einige andere Dörfer, die ihm diese Position streitig gemacht haben. Dennoch ist dieses wunderschöne tibetische Dorf einen Besuch wert. Auf halbem Weg liegt das Kloster Kee (Kye), das wie so viele in der Region von Zingchen Zangpo errichtet wurde. Hier kann man auch den Raum bewundern, in dem der 14. Dalai Lama zu übernachten pflegt, wenn er in der Region ist.

Bevor wir zurück nach Kaza fahren, wenden wir unsere Bikes erneut in Richtung Berge und fahren auf einer abenteuerlichen Strecke zu einem der höchst gelegenen Klöster Indiens, der Komic-Gompa. Abendessen, Übernachtung in Kaza.

11. Tag: Kaza – Sissu (ca. 155 km)

Frühstück. Glaubt man den gängigen Reiseführern, so erwartet uns heute die schwierigste Straße Indiens. Und tatsächlich wird der heutige Tag der abenteuerlichste der ganzen Reise. Meist ist der Fahrweg nur so breit, dass gerade ein Bus darauf Platz findet. Auf der einen Seite geht es steil hinab und auf der anderen ebenso hinauf. Zum Glück haben die Himalaja-Straßenbauer große Teile der Straße mit gutem Asphalt versehen. Aber auch so ist dieser Tag nichts für Leute mit schwachen Nerven.

Der Kunzum Pass, 4551 Meter über dem Meeresspiegel, trennt Spiti von Lahaul. Auf der anderen Seite werden wir, nachdem wir eine nicht ganz einfache Wasserdurchquerung gemeistert haben, ein Stück in Richtung Keylong fahren. In Sissu, am gleichnamigen See, machen wir Halt und quartieren uns in einem Camp mit stationären Zelten ein. Abendessen und Übernachtung in Sissu

12. Tag: Sissu– Nagar (ca. 110 km)

Frühstück. Der Rotang-La trennt nicht nur das Spiti-Valley vom Kullu-Valley, sondern ist auch oft eine Wetterscheide. Lassen wir uns überraschen, ob es die Götter gut mit uns meinen. Bevor wir unser Ziel, Nagar, erreichen, durchqueren wir das Kullu Valley, den Obst- und Gemüsegarten Indiens. Wir übernachten im ehemaligen Königspalast, der von der Regierung liebevoll restauriert und in ein Hotel umfunktioniert wurde. Von hier haben wir zur einen Seite einen betörenden Blick über das Tal und auf der anderen erkennen wir die Höhenzüge des Himalaya. Abendessen und Übernachtung in Nagar.

13. Tag: Nagar – Rewalsar (ca. 115 km)

Frühstück. Heute steht Rewalsar als Etappenziel auf dem Tagesplan. Wie gestern geht es wieder durch fruchtbares Ackerland und Obstplantagen. Für ausreichend Kurven ist auch gesorgt. Rewalsar liegt am gleichnamigen See. Es ist eine sehr religiöse Stadt, Hindus, Buddhisten und Sikhs leben friedlich neben- und miteinander. Wahrzeichen des Orts ist die gigantische Padmasambhava Statue, um die sich zahlreiche spannende Geschichten und Mythen ranken. Abendessen und Übernachtung in Rewalsar.

14. Tag: Rewalsar – Chandigarh (ca. 170 km)

Frühstück. Wir fahren nach Chandigarh, zum Ausgangspunkt unserer Reise. Abendessen, Übernachtung in Chandigarh.

15. Tag: Chandigarh – Delhi (ca. 250 km)

Frühstück. Mittlerweile sind wir so vertraut mit dem indischen Straßenverkehr, dass wir die Fahrt nach Delhi auf den Motorrädern bewältigen können. Den Verkehr der Hauptstadt ersparen wir uns aber. Kurz vor den Toren Delhis steigen wir auf vierrädrige Fortbewegungs- mittel um. Letztes gemeinsames Abendessen, Übernachtung in Delhi.

16. Tag: Rückflug

Glückwunsch, Ihr habt eine der anspruchsvollsten Reisen im Programm von Wheel of India gemeistert. Wenn es Euch gefallen hat, kommt doch wieder mal nach "Incredible India". Es gibt noch viel zu entdecken in diesem außergewöhnlichen Land.