Reiseinformationen USA für Motorradreisen

Was vor der Motorradreise in die USA wirklich zu klären ist: Visum, eigenes Motorrad oder Mietharley, Führerschein, Saison in Rockies und Südwesten, Sprit und Notrufnummern.

Noch eine Frage zu USA?

Visum, Einreise, Saison oder Route – im Live-Chat antworten wir meist in unter 3 Minuten.

Das Wichtigste zu USA auf einen Blick

Stand: August 2026

Visum
ESTA (Visa Waiver Program), 90 Tage visumfrei für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger
USD 40,27 Gebühr, online vor Abflug unter esta.cbp.dhs.gov
Reisepass
Biometrischer Reisepass (E-Pass) nötig, gültig für die gesamte Aufenthaltsdauer
mindestens 6 Monate Restgültigkeit empfohlen
Beste Reisezeit
Mai bis September, regional unterschiedlich (siehe Beste Reisezeit)
Währung
US-Dollar (USD)
Zeitzone
6 Zeitzonen im Land
Kontinental-USA Eastern bis Pacific (UTC-5 bis UTC-8), Alaska UTC-9 - auf Route 66 oder Alaska Highway mehrere Zonenwechsel einplanen
Verkehr
Rechtsverkehr
Helm & Schutzkleidung
Sache der Bundesstaaten, keine einheitliche Regel
Helmpflicht für alle u. a. in Kalifornien, New York, Washington; keine Helmpflicht in Illinois, Iowa, New Hampshire; sonst meist nur für jüngere Fahrer
Hauptachse
Interstate-Highway-System, State Highways und historische US Routes (u. a. Route 66)
Tempolimits Sache der Bundesstaaten, bis 80 mph (129 km/h) in Teilen von Texas, Utah, Wyoming
Kraftstoff
engmaschig entlang der Hauptrouten
in Wüsten- und Alaska-Highway-Abschnitten Lücken von über 150 km ohne Tankstelle möglich
Intern. Führerschein
rechtlich nicht zwingend, aber von Mietstationen und in der Praxis von der Polizei erwartet

Einreise

Visum & Einreise in die USA

ESTA statt Botschaftstermin - für fast alle OVERCROSS-Gäste reicht das elektronische Visa Waiver Program, wenn es rechtzeitig und ohne Reisen in bestimmte Länder beantragt wird.

ESTA (Visa Waiver Program)

Aufenthalt
bis 90 Tage pro Einreise
Kosten
USD 40,27
Wo beantragen
online vor Abflug, esta.cbp.dhs.gov
Gültigkeit
2 Jahre oder bis Passablauf

B-2-Touristenvisum

Aufenthalt
vom Grenzbeamten festgelegt, meist bis 6 Monate
Kosten
USD 185 Antragsgebühr (MRV)
Wo beantragen
US-Botschaft/Konsulat, mit persönlichem Interview
Gültigkeit
meist 10 Jahre für mehrfache Einreise

Eigenes Motorrad

Einreise mit dem eigenen Motorrad

Kein Carnet, dafür EPA-Formulare, Wochen Vorlauf und eine eigene US-Versicherung - und der ehrliche Vergleich zur gemieteten Harley vor Ort.

Checkliste für die Grenze

  • EPA-Ausnahmegenehmigung für Nichtansässige (Non-Resident Temporary Importation) vor dem Verschiffen beantragen, 3-6 Wochen Vorlauf einplanen
  • EPA-Formular 3520-1 und DOT-Formular HS-7 vollständig ausfüllen
  • Original-Fahrzeugschein/Zulassungsbescheinigung und Reisepass für die Zollabfertigung mitführen
  • US-Haftpflichtversicherung für Nichtansässige vor Ankunft abschließen (grüne Karte gilt in den USA nicht)
  • Spediteur/Zollagenten mit Vollmacht ausstatten, falls die Abfertigung ohne persönliche Anwesenheit läuft
  • Rückausfuhr innerhalb von 12 Monaten fest einplanen - keine Verlängerung möglich

Die Versicherung ist der Punkt, an dem die meisten hängen bleiben: Die grüne Karte gilt in Nordamerika nicht, es gibt keine bundesweite Mindestdeckung, und ohne gültigen Nachweis lässt sich das eigene Motorrad in keinem Bundesstaat legal bewegen.

Papiere

Führerschein & IDP in den USA

Der internationale Führerschein ist gesetzlich nicht zwingend, ohne ihn verweigern aber die meisten Vermieter das Motorrad.

  • Gültiger Motorrad-Führerschein aus dem Heimatland (Klasse A/A2 erkennbar)
  • Internationaler Führerschein (IDP) nach dem Genfer Abkommen von 1949
  • Reisepass zum Abgleich der Personalien
  • Bei einem gemieteten Motorrad: Kreditkarte auf den Namen des Fahrers für die Kaution

Saison

Beste Reisezeit in den USA

Drei Regionen, drei Kalender: Passsperren in den Rockies, eine kurze Saison am Alaska Highway, Hitze und Monsun im Südwesten.

Beste Reisezeit: Mai bis September, regional versetzt

Befahrbarkeit nach Monat und Region
Region Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Südwesten / Route 66 & Wüste Jan: Fahrbar, mit Einschränkungen Feb: Fahrbar, mit Einschränkungen Mär: Beste Fahrzeit Apr: Beste Fahrzeit Mai: Beste Fahrzeit Jun: Fahrbar, mit Einschränkungen Jul: Fahrbar, mit Einschränkungen Aug: Fahrbar, mit Einschränkungen Sep: Beste Fahrzeit Okt: Beste Fahrzeit Nov: Beste Fahrzeit Dez: Fahrbar, mit Einschränkungen
Rocky Mountains / Norden Jan: Nicht befahrbar Feb: Nicht befahrbar Mär: Nicht befahrbar Apr: Nicht befahrbar Mai: Fahrbar, mit Einschränkungen Jun: Beste Fahrzeit Jul: Beste Fahrzeit Aug: Beste Fahrzeit Sep: Beste Fahrzeit Okt: Fahrbar, mit Einschränkungen Nov: Nicht befahrbar Dez: Nicht befahrbar
Alaska Highway / Alaska Jan: Nicht befahrbar Feb: Nicht befahrbar Mär: Nicht befahrbar Apr: Nicht befahrbar Mai: Fahrbar, mit Einschränkungen Jun: Beste Fahrzeit Jul: Beste Fahrzeit Aug: Beste Fahrzeit Sep: Fahrbar, mit Einschränkungen Okt: Nicht befahrbar Nov: Nicht befahrbar Dez: Nicht befahrbar
  • Beste Fahrzeit
  • Fahrbar, mit Einschränkungen
  • Nicht befahrbar
Rockies und Alaska Highway: Juni bis August mit voller Passöffnung. Südwesten/Route 66: Frühjahr und Herbst wegen Hitze und Monsun am angenehmsten, ganzjährig befahrbar.
Passende Termine in USA Beste Zeit ist Mai bis September, regional versetzt. Dort stehen die Reisen, die in diesem Fenster starten. Reisen in USA

Straßen & Pisten

Straßen & Pässe in den USA

Sehr guter Asphalt auf fast allen Hauptrouten, dafür sehr große Distanzen zwischen zwei Punkten - und ein paar echte Bergstraßen mit eigener Saison.

Going-to-the-Sun Road, Glacier-Nationalpark (Montana)

80 km

100 % Asphalt

Zustand
Kurvenreiche Bergstraße mit Blick auf den Logan Pass, auf weiten Abschnitten keine Leitplanken
Nach Regen
Nebel und Schneereste am Logan Pass auch im Frühsommer möglich, kurzfristige Sperrungen bei Wetterumschwung
Tagesetappe
als eigene Etappe mit Fotostopps ein halber Tag, 80 km reine Fahrstrecke
Tanken
keine Tankstelle auf der Passstrecke selbst, in St. Mary und West Glacier tanken
Pässe & Höhe
Logan Pass, 2.026 m
Genehmigungen
keine Fahrzeugreservierung seit 2026, aber Nationalpark-Eintritt plus 100-USD-Gebühr pro Nicht-US-Bürger ab 16 Jahren (seit 1.1.2026)

Historic Route 66, Seligman bis Kingman (Arizona)

134 km

100 % Asphalt

Zustand
original erhaltene, wenig befahrene zweispurige Route 66 durch die Wüste, guter Asphalt
Nach Regen
unkritisch, keine Furten, gelegentlich kurze Pfützen
Tagesetappe
in 2 bis 3 Stunden fahrbar, als lockere Etappe mit Stopps in Hackberry und Peach Springs gut zu kombinieren
Tanken
Tankstellen in Seligman, Peach Springs, Hackberry und Kingman - keine langen Lücken auf diesem Abschnitt
Pässe & Höhe
keine
Genehmigungen
keine

Sprit

Tanken in den USA

Oktanzahl statt Super/Super Plus, Kartenzahlung mit einer typisch amerikanischen Hürde - und ein paar wirklich einsame Strecken.

Regular

Oktanzahl (AKI)
87 (in Höhenlagen wie Colorado/Utah/Wyoming teils 85)
Hinweis
reicht für die meisten Mietmaschinen

Midgrade

Oktanzahl (AKI)
89
Hinweis
an vielen Säulen als mittlere Taste verfügbar

Premium

Oktanzahl (AKI)
91 bis 94 je nach Bundesstaat
Hinweis
für hochverdichtete Motoren, im Zweifel Mietvertrag/Handbuch prüfen

Sicherheit

Sicherheit & Notruf in den USA

911 gilt landesweit für jeden Notfall - für eine Panne unterwegs ist meist die Pannenhilfe die schnellere Adresse.

Notrufnummern

  • Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst (landesweit) 911
  • AAA-Pannenhilfe (Mitgliedschaft oder Tagesgebühr nötig) 1-800-222-4357

Gesundheit

Gesundheit in den USA

Die medizinische Versorgung ist exzellent - und ohne die richtige Versicherung außergewöhnlich teuer.

  • Reise-Krankenversicherung mit ausdrücklicher Abdeckung fürs Motorradfahren abschließen
  • Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) gilt in den USA nicht - eigene Police nötig
  • Sonnenschutz und ausreichend Trinkwasser für Wüstenetappen im Südwesten
  • Bei Strecken über 3.000 m (Trail Ridge Road, Logan Pass) auf Höhensymptome achten
  • Keine Pflichtimpfungen aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz, Standardimpfschutz reicht

Notaufnahmen sind teuer: Ein einziger ER-Besuch ohne Versicherung kostet oft 2.500 bis 7.000 USD. Viele Standard-Reiseversicherungen schließen Motorradfahren als "gefährliche Aktivität" aus - im Kleingedruckten der eigenen Police vor Abflug prüfen, nicht erst im Schadensfall.

Geld

Geld in den USA

Karte schlägt Bargeld - mit einer wichtigen Ausnahme an der Zapfsäule und einer neuen Gebühr in den großen Nationalparks.

Kredit-/Debitkarte

Akzeptanz
nahezu überall, auch an der Tankstelle
Hinweis
US-PLZ beim Bezahlen an der Säule beachten (siehe Tanken)

Bargeld (USD)

Akzeptanz
Trinkgeld, kleine Diners abseits der Highways
Hinweis
ein paar kleine Scheine bereithalten

Nationalpark-Eintritt für Nicht-US-Bürger

Akzeptanz
an 11 der meistbesuchten Parks, u. a. Glacier, Yellowstone, Grand Canyon, Zion, Rocky Mountain
Hinweis
seit 1.1.2026 zusätzlich 100 USD pro Person ab 16 Jahren, on top zum reg. Eintritt

Packliste

Packliste USA

Nur, was die USA zusätzlich zur ohnehin gepackten Tourenausrüstung verlangt.

  • US-Steckdosenadapter (Flachstecker Typ A/B, 120 V)
  • Kreditkarte mit Apple/Google Pay als Ausweichlösung für Zapfsäulen ohne PLZ-Eingabe
  • Reichlich Sonnenschutz und Trinksystem für Wüstenetappen im Südwesten
  • Nachweis der US-Haftpflichtversicherung, falls mit eigenem Motorrad unterwegs (grüne Karte gilt nicht)
  • Offline-Kartenmaterial für Nationalparks und den Alaska Highway (kein verlässliches Netz)
  • America-the-Beautiful-Pass oder Budget für die neue 100-USD-Nichtresidenten-Gebühr in den großen Nationalparks
  • Warme Zwischenschicht auch im Hochsommer für Pässe wie Going-to-the-Sun Road oder Trail Ridge Road (bis 3.700 m)

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