Off-Road-Products: ein Shop, dessen FAQ mit Nein anfängt
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Off-Road-Products: ein Shop, dessen FAQ mit Nein anfängt

Die aufschlussreichste Seite eines Zubehörhändlers ist selten die Startseite. Bei Off-Road-Products steht sie unter jedem Hardtop, in den häufigen Fragen, und die Antworten beginnen auffällig oft mit Nein. Ist das…

Nikita Dashenko by Nikita Dashenko

Die aufschlussreichste Seite eines Zubehörhändlers ist selten die Startseite. Bei Off-Road-Products steht sie unter jedem Hardtop, in den häufigen Fragen, und die Antworten beginnen auffällig oft mit Nein. Ist das Hardtop wasserdicht? Nein: Da auch die Ladefläche eines Pick-ups konstruktionsbedingt nicht vollständig wasserdicht ist, kann unter bestimmten Bedingungen geringfügig Wasser an einzelnen Verbindungsstellen eindringen. Wer nasses Werkzeug schon einmal in einer vermeintlich dichten Kiste gefunden hat, weiß, wie viel dieser Satz wert ist.

Warnungen statt Kleingedrucktem

In dieselbe Richtung geht der Rest. Auf der Produktseite steht als Warnung, dass Load Box Reinforcement Brackets im Fahrzeug verbaut sein müssen, um Hardtops oder Zubehör über 45 Kilogramm überhaupt montieren zu dürfen. Gemeint ist damit nicht jeder Pick-up: Die J-Braces betreffen den Ford Ranger und den VW Amarok ab Baujahr 2023, und ab Februar 2025 werden sie für die Montage dieser Hardtops nicht mehr benötigt. Ebenso der Hinweis, dass für Lackschäden durch nachträgliche Folierungen keine Gewährleistung übernommen wird. Das sind alles Sätze, die einen Verkauf eher bremsen als beschleunigen, und genau deshalb liest man sie gern.

Von der Reiseausrüstung zur Einsatzplattform

Gegründet wurde das Haus im Jahr 2000, seit 2009 sitzt es in Jettingen-Scheppach. Das Sortiment reicht von Hardtops über 4x4 Reiseausrüstung und Pick-Up Ausstattung bis zu Produkten aus eigener Anfertigung, darunter ein im eigenen Haus entwickeltes Pick-up Bed-Rack. Damit werden nicht nur Reisefahrzeuge aufgebaut: Als Flottenausstatter unterstützt der Betrieb unter anderem Firmen, die sich mit der Sicherung des öffentlichen Luftraums und der Erkennung von Drohnenbedrohungen beschäftigen. Dass dabei auch über Antriebe nachgedacht wird, zeigt der Hinweis auf den Ford Ranger als Plug-in-Hybrid und den Toyota Hilux Travo als vollelektrische Variante.

Eine unbequeme Entscheidung

Bemerkenswert offen ist auch die Mitteilung, dass der Versand an Privatkunden innerhalb der EU eingestellt wurde. Als Grund nennt das Haus die neuen EU-weiten Verpackungsvorgaben, die gerade kleine und mittelständische Unternehmen mit erheblichem Verwaltungsaufwand belasten. Dazu der Satz: Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Beziehen lassen sich die Produkte für Privatleute weiterhin über das Autohaus oder den Fachhändler vor Ort.

Mehr über Off-Road-Products auf der eigenen Website: https://orp4x4.de.

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