Diese Tour ist für alle, die besondere Herausvorderungen suchen. Sie besteht darin, im indischen Verkehrssystem mit zu schwimmen, sich klimatischen Bedingungen anzupassen, Höhen von jenseits der 5000m Marke zu trotzen und sich mit den teils offroad-artigen Strassenverhältnissen anzufreunden.
Preise
| pro Fahrer(in) im Doppelzimmer, inkl. Mietmotorrad Royal Enfield Himalayan | €4.225,00 |
| pro Sozia/Sozius im Doppelzimmer (mitfahrende Personen können ausschließlich gemeinsam mit einem Fahrer / einer Fahrerin buchen) | €3.500,00 |
| pro Person Einzelzimmer (Zuschlag, nur verfügbar bei zusätzlicher Auswahl des Grundpreises "pro Fahrer im Doppelzimmer") | €425,00 |
Leistungen
Beschreibung
Die Reise startet morgens früh um 5 Uhr in Delhi, bevor der Moloch erwacht. Die Fahrt auf der Autobahn dient auch dazu sich auf seinem neuen Gefährt etwas einzugewöhnen bevors richtig hart zur Sache geht. Am Ende des ersten Tages gibt’s je nach Wetter den ersten kleinen Vorgeschmack auf Schotter oder Matsch. Am 2. Tag geht's ins Kullu Valley nach Manali mit den beliebten heißen Schwefelquellen und den grandiosen Wasserfällen. Zwischendurch geht’s auf kleinen Bergstrassen abseits vom Hauptverkehr durch die grüne Bergwelt bei Mandi. In Manali/Vashist ist ein Tag Pause zur Höhenanpassung eingeplant. Ein nicht verpflichtendes Muß ist der Ausflug zu den Grandiosen Wasserfällen hinter denen man hindurch gelangen kann. Ein weiteres Muss sind die heißen Quellen 5 min. von unserem Hotel.
Am 5. Tag nun da wird's ernst. Es geht über den Leichenberg, so heißt der Rotang Pass übersetzt, wobei sich dieser Name eher auf die Schicksale der Erbauer dieser Straße bezieht. 4000m ist die Wetterscheide hoch, die den heraufziehenden Monsun daran hindert weiter zu kommen und die Landschaft somit dem Klima gemäß aufgeteilt.
Ladakh heißt übersetzt "Land der Pässe". Es gibt kein Land mit höheren befahrbaren Straßen und Pässen als Ladakh. Ganz im Norden Indiens, am oberen Verlauf des Indus, an der Grenze zu Tibet und Pakistan, verbirgt sich dieses raue Stück Erde. Ladakh ist ein Ausläufer der tibetischen Hochebene und wird deshalb auch "Little Tibet" genannt. Bis heute ist der Buddhismus die dominierende Religion in Ladakh; überall findet man buddhistische Klöster. Zu Tausenden strömen Gläubige aus aller Welt in diese Region, um die Lehren Buddhas aus dem Munde des Dalai Lama und anderer Lehrer zu hören.
Ein Höhepunkt ist im wahrsten Sinne des Wortes der bei Leh gelegene Khardung La. Er gehört mit seinen 5359 m laut GPS Messung, zu den höchsten befahrbaren Pässen der Welt den wir am 9. Tag nach einem Ruhetag in Leh passieren um ins entlegene Nubravalay nach Diskit zu gelangen. Von Leh aus unternehmen wir einen weiteren Ausflug zum auf 4300m hoch gelegenen Pangong Tso See, durch dessen Mitte die Grenze zu China/ Tibet verläuft. Wir übernachten dort zünftig im einigermaßen komfortablen Zeltcamp in geradezu magischer Landschaft. Auf der Weiterfahrt bis Kargil durchs Industal werden wir einige buddhistische Klöster aufsuchen und unsere Mittagsmahlzeiten einnehmen.
Der Kulturwechsel macht sich ab Kargil sehr bemerkbar, da es an der Religions- und Landesgrenze vom buddhistischen Ladakh zum benachbarten islamischen Kashmir liegt. Es ist auch noch nicht lange her als hier im Winter 1999, pakistanische Einheiten über die Waffenstillstandslinien vorrückten und einen der vier pakistanisch indischen Kriege auslösten. Bis heute ist in dieser Region Indiens eine sehr hohe Militärpräsenz zu sehen.
Kashmir, bietet einen wohltuenden Gegensatz zu der kargen unwirklichen Mondlandschaft von Ladakh und wird nicht umsonst als Tal der Blumen bezeichnet, ein landschaftliches Juwel, dass von sechs verschiedenen Gebirgszügen umgeben wird. Auch kulturell findet hier ein ziemlich abrupter Wechsel vom Buddhismus zum Islam statt, was sich durch unterschiedliche Kleidung, Bräuche, und Bauweise zeigt. Ein absolutes Highlight ist natürlich die Übernachtung im Hausboot auf dem Dalsee bei Srinagar, auch Venedig Indiens genannt. Ganze Dörfer aus Hausbooten mit schwimmenden Gärten umschlungen mit tausenden von Lotosblumen lassen Einen in eine gänzlich andere Welt eintauchen .
Wir verbringen hier einen ganzen Tag um uns von den Strapazen der Hochgebirgstour zu erholen und werden uns dabei von der einzigartigen Gastfreundschaft meines Freundes, dem Hausbootbesitzer und seiner Familie mit gutem Essen und gekühlten Getränken verwöhnen lassen.
Mit einem Inlands Rückflug nach Delhi und einem Abschiedsessen in der Nähe des Hotels und dem Transfer zum International Airport endet diese einmalige Abenteuerreise.
Die ganze Tour stellt echte Herausforderungen an unser Fahrkönnen, unsere körperliche, geistige, und soziale Fitness dar. Aber wer ein interessantes Leben möchte sollte sich an die Grenzen wagen! Vieles ist möglich wenn man sich traut und die Welt zeigt sich dem von allen Seiten, der bereit ist auf die Behaglichkeit und Sicherheit des Zuhauses eine Zeitlang zu Verzichten.
Reiseverlauf:
Tag 1: Abholung in der Nacht vor Reisebeginn am Indira Gandhi international Flughafen Delhi zum Hotel. Freier Tag für Besorgungen wie Helmkauf, Geldwechseln, Mobilecard und Empfang der Fahrzeugpapiere mit Motorrad und erstes Einfahren
Tag 2: Abfahrt um 5 Uhr aus Delhi nach Swarghat, großteils Autobahn im letzten Teil Schotterpiste und Steigung - 322 km
Tag 3: Swarghat nach Manali(Vashist) durch das Kullutal - 220 km
Tag 4: Freier Tag zur Höhenanpassung, Bad in heißen Quellen und Ausflug zu den Wasserfällen von Vashisht, alles natürlich nur freiwillig
Tag 5: Manali über Rotangpass nach Keylong, Ausflug zu einem Felsenkloster - 125 km
Tag 6: Keylong nach Sarchu, Übernachtung im stationären Zeltcamp auf 4290 m !!! Auf Wunsch mit Wärmflasche ;-) - 115km
Tag 7: Sarchu – Leh, hauptstadt von Ladakh, Überfahrt des 2. höchsten Passes mit 5328 m - 250 km
Tag 8: Leh – Ruhetag mit individueller Tagesgestaltung , Ausflüge mit Bike in die nähere Umgebung möglich
Tag 9: Leh – Diskit, Überfahrt des höchsten befahrbaren Passes Kardung La ins Nubravaley - 115 km
Tag 10: Diskit, Ausflug nach Turtuk und zurück nach Diskit, alternativ Kamelreiten / Diskit Gompa - 180 km
Tag 11: Diskit – Leh, Rückfahrt nach Leh über den WariLa Pass, ist nicht immer möglich, alternativ wie Hinfahrt - 155 km
Tag 12: Leh - Pangong Lake,Fahrt zu einem der höchsten Seen weltweit auf 4300m, übernachtet wird dort im stationären Zeltcamp - 160 km
Tag 13: Pangong Lake – Leh, auf der Rückfahrt besuchen wir buddhistische Klöster wie Hemis und Thikse und evtl. noch den ehem. Königspalast in Stok - 160 km
Tag 14: Leh – Kargil, durchs Industal nach Kargil, tolle Landschaften und Straßen! Mittagessen im Kloster Lamayuru - 228 km
Tag 15: Kargil- Srinagar (Kaschmir), Abfahrt über den berühmt berüchtigten Zoji La Pass. Übernachtung im Hausboot - 206 km
Tag 16: Ruhetag und Erholung auf einem wunderschönen Hausboot aus der Kolonialzeit im Nageenlake mit sehr gutem Essen und einer absolut liebevollen Gastgeberfamilie. Individuelle Tagesgestaltung möglich. Ausflug mit der Shikara (Ruderboot) zu den Mogulgärten.
Tag 17: Inlands Rückflug nach Delhi, abends Abschiedsessen und Transfer mit Taxi zum international Airport.